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Camille Saint-Saëns lernen

14 Fragen · Musik

Camille Saint-Saëns, 1835 in Paris geboren, ist eines der erstaunlichsten Wunderkinder der Musikgeschichte: Mit zwei Jahren sitzt er am Klavier, mit zehn gibt er sein offizielles Konzertdebüt und bietet dem Publikum als Zugabe an, jede der 32 Beethoven-Sonaten auswendig zu spielen. Berlioz witzelt später über ihn: „Er weiß alles, es fehlt ihm nur an Unerfahrenheit." Der Vielbegabte interessiert sich neben der Musik für Astronomie, Archäologie, Botanik und schreibt Gedichte und Theaterstücke. Zwanzig Jahre lang ist Saint-Saëns Organist an der Pariser Kirche La Madeleine: Liszt nennt ihn den größten Organisten der Welt. Seine Orgelkunst mündet in die prachtvolle 3. Sinfonie, die „Orgelsinfonie". Daneben entstehen die Oper „Samson et Dalila", Klavier- und Cellokonzerte, die Tondichtung „Danse macabre" mit ihrer klappernden Skelett-Geige, und 1871 gründet er mit Kollegen die Société Nationale de Musique, die der französischen Musik neuen Auftrieb gibt. Sein junger Schüler und Freund: Gabriel Fauré. Die Ironie seines Nachruhms: Sein heute beliebtestes Werk hielt Saint-Saëns für eine Gefahr für seinen Ruf. Den „Karneval der Tiere", eine geistvolle musikalische Tierschau vom Löwenmarsch über tanzende Elefanten bis zu den „Pianisten" als Spezies, schrieb er 1886 als Privatspaß und verbot die Veröffentlichung zu Lebzeiten. Nur der elegische „Schwan" für Cello durfte erscheinen. Erst nach seinem Tod wurde der „Karneval" zum Welthit. Wusstest du, dass Saint-Saëns 1908 als einer der ersten namhaften Komponisten eine Filmmusik schrieb? Der rastlose Reisende stirbt 1921 mit 86 Jahren in Algier: bis zuletzt hatte er Konzerte gegeben, 75 Jahre nach seinem Debüt.

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Alle Fragen mit Lösung

Welcher Epoche gehört Camille Saint-Saëns an?

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Romantik

Er verband romantischen Geist mit klassisch-französischer Klarheit.

💡 Wusstest du? Saint-Saëns war selbst ein Wunderkind, mit zehn spielte er öffentlich Beethoven-Sonaten auswendig und bot an, jede beliebige zuzugeben.

In welcher Stadt wurde Saint-Saëns 1835 geboren?

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Paris

Mit zehn gab das Wunderkind sein Konzertdebüt und bot alle 32 Beethoven-Sonaten auswendig als Zugabe an.

💡 Wusstest du? Saint-Saëns war ein Universalgelehrter: neben der Musik befasste er sich mit Astronomie, Archäologie, Mathematik und schrieb Gedichte.

Wie heißt Saint-Saëns' berühmte musikalische Tierschau?

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Der Karneval der Tiere

Als Privatspaß 1886 geschrieben: die Veröffentlichung verbot er zu Lebzeiten, aus Sorge um seinen seriösen Ruf.

💡 Wusstest du? Den „Karneval der Tiere“ komponierte Saint-Saëns nur zum Spaß für Freunde: aus Sorge um seinen ernsten Ruf verbot er zu Lebzeiten fast jede Aufführung.

Welches Stück aus dem „Karneval der Tiere" durfte als einziges zu Lebzeiten erscheinen?

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Der Schwan

Als Ballettsolo „Der sterbende Schwan" wurde es durch die Tänzerin Anna Pawlowa weltberühmt.

💡 Wusstest du? „Der Schwan“ war das einzige Stück aus dem „Karneval der Tiere“, dessen Veröffentlichung Saint-Saëns zu Lebzeiten erlaubte: heute sein bekanntestes.

An welcher Pariser Kirche wirkte Saint-Saëns 20 Jahre als Organist?

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La Madeleine

Liszt nannte ihn den größten Organisten der Welt.

💡 Wusstest du? 20 Jahre lang war Saint-Saëns Organist an der Pariser Kirche La Madeleine: Franz Liszt nannte ihn den besten Organisten der Welt.

Wie wird Saint-Saëns' 3. Sinfonie wegen ihres besonderen Instruments genannt?

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Orgelsinfonie

1886 uraufgeführt und Liszts Andenken gewidmet; ihr Finale wurde sogar zum Popsong („If I Had Words").

💡 Wusstest du? In seiner 3. Sinfonie setzte Saint-Saëns eine mächtige Kirchenorgel ein: daher der Beiname „Orgelsinfonie“.

Wie heißt Saint-Saëns' berühmteste Oper nach einer biblischen Geschichte?

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Samson et Dalila

Uraufgeführt 1877 in Weimar: Liszt hatte sich dafür eingesetzt, als Paris zögerte.

💡 Wusstest du? „Samson et Dalila“ hatte es schwer: eine Oper über eine biblische Geschichte galt im damaligen Frankreich als anstößig; erst Liszt verhalf ihr zur Uraufführung.

In welcher Tondichtung von Saint-Saëns spielt der Tod die Geige zum Skelett-Tanz?

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Danse macabre

Das Xylophon lässt die Knochen klappern: ein Halloween-Klassiker der Konzertsäle.

💡 Wusstest du? In der „Danse macabre“ stimmt der Tod um Mitternacht seine Geige und lässt die Skelette tanzen, bis der Hahn den Morgen ankündigt.

Mit welchem Alter saß Saint-Saëns erstmals am Klavier?

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mit zwei

Berlioz über das Universalgenie: „Er weiß alles, es fehlt ihm nur an Unerfahrenheit."

💡 Wusstest du? Nebenbei betrieb er Astronomie, Archäologie und Botanik und schrieb Gedichte.

Welche Gesellschaft zur Förderung französischer Musik gründete Saint-Saëns 1871 mit?

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Société Nationale de Musique

Ihr Motto „Ars gallica": sie verhalf der französischen Instrumentalmusik zu neuer Blüte.

💡 Wusstest du? Nach der Niederlage gegen Deutschland 1871 gründete Saint-Saëns die „Société Nationale de Musique“, um die eigenständige französische Musik zu fördern.

Welches neue Medium belieferte Saint-Saëns 1908 als einer der ersten namhaften Komponisten?

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den Film (Filmmusik)

Für „L'assassinat du duc de Guise": ein Meilenstein der Filmmusikgeschichte.

💡 Wusstest du? Saint-Saëns war 1908 einer der ersten namhaften Komponisten überhaupt, der Musik für einen Film schrieb: ein Pionier der Filmmusik.

In welcher Stadt starb der reiselustige Saint-Saëns 1921?

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Algier

Mit 86 Jahren: noch im selben Jahr hatte er Konzerte gegeben, 75 Jahre nach seinem Debüt.

💡 Wusstest du? Der reiselustige Saint-Saëns starb 1921 auf einer seiner geliebten Reisen: im nordafrikanischen Algier.

Camille Saint-Saëns

Foto: Nadar · Public domain · Wikimedia Commons

Welcher Komponist ist hier zu sehen?

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Camille Saint-Saëns

Camille Saint-Saëns war ein französischer Komponist der Romantik und ein Universalgelehrter, berühmt für „Der Karneval der Tiere“ und die „Orgelsinfonie“.

💡 Wusstest du? Den „Karneval der Tiere“ verbot er zu Lebzeiten fast völlig: aus Sorge, das heitere Werk könne seinem ernsten Ruf schaden.

Camille Saint-Saëns

Foto: Nadar · Public domain · Wikimedia Commons

Welches Werk erklingt?

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Der Schwan (Karneval der Tiere)

Ein Cello singt über gewellter Klavierbegleitung: der gleitende Schwan aus Saint-Saëns' „Karneval der Tiere“.

💡 Wusstest du? Saint-Saëns verbot zu Lebzeiten Aufführungen des ganzen Werks: nur „Der Schwan“ durfte erklingen.

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