🎼
Franz Schubert lernen
13 Fragen · Musik
Franz Schubert ist der einzige der großen Wiener Komponisten, der tatsächlich in Wien geboren wurde: 1797 als Sohn eines Schullehrers im Vorort Lichtental. Kurz arbeitet er selbst als Schulgehilfe seines Vaters, doch das Klassenzimmer kann ihn nicht halten: Er will komponieren, nichts anderes. Ein festes Amt bekommt er nie: Schubert lebt von Freunden, Gönnern und gelegentlichen Honoraren, oft ohne eigenes Klavier.
Seine Domäne wird das Kunstlied: über 600 Lieder schreibt er, darunter „Der Erlkönig" nach Goethes Ballade (komponiert mit gerade 18 Jahren an einem einzigen Nachmittag) und „Die Forelle". Seine beiden Liederzyklen „Die schöne Müllerin" und die düstere „Winterreise" gelten bis heute als Gipfel der Gattung. Kein Wunder, dass man ihn den „Liederfürsten" nennt. Im Freundeskreis feiert man seine Musik bei geselligen Abenden, die als „Schubertiaden" berühmt werden: Schubert am Klavier, dazu Gesang, Lesungen und Tanz.
Daneben entstehen Klaviersonaten, Kammermusik wie das „Forellenquintett" und Sinfonien, darunter die berühmte „Unvollendete" in h-Moll, von der nur zwei Sätze existieren. Warum Schubert sie nie beendete, ist bis heute ein Rätsel. Seine große C-Dur-Sinfonie wurde erst nach seinem Tod von Robert Schumann wiederentdeckt und von Felix Mendelssohn uraufgeführt.
Wusstest du, dass Schubert 1827 zu den Fackelträgern bei Beethovens Begräbnis gehörte? Er verehrte ihn grenzenlos und überlebte ihn nur um ein Jahr. 1828 stirbt Schubert mit erst 31 Jahren; seinem Wunsch entsprechend wird er nahe bei Beethoven begraben. Auf seinem Grabstein steht: „Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen."
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.