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Robert Schumann lernen
13 Fragen · Musik
Robert Schumann, 1810 in Zwickau als Sohn eines Buchhändlers geboren, schwankt lange zwischen zwei Leidenschaften: Literatur und Musik. Ein Jurastudium in Leipzig bricht er ab, um Klaviervirtuose zu werden: doch eine Lähmung der rechten Hand, möglicherweise Folge übertriebenen Übens mit einer selbstgebauten Fingerstreckmaschine, beendet diesen Traum. Also komponiert er. Und schreibt: 1834 gründet Schumann die „Neue Zeitschrift für Musik" und wird der einflussreichste Musikkritiker seiner Zeit. Als Erster erkennt er öffentlich das Genie Chopins („Hut ab, ihr Herren, ein Genie!") und entdeckt am Ende seines Lebens den jungen Brahms.
Schumanns Klavierwerke wie „Carnaval", die „Kinderszenen" mit der berühmten „Träumerei" oder die „Sinfonischen Etüden" sind poetische Bekenntnismusik: In ihnen treten seine erfundenen Doppelgänger auf: der stürmische Florestan und der träumerische Eusebius. Gegen den erbitterten Widerstand ihres Vaters erkämpft er sich 1840 vor Gericht die Ehe mit der Pianistin Clara Wieck, einer der größten Virtuosinnen des Jahrhunderts. Das „Liederjahr" 1840 beschenkt die Musikwelt mit fast 140 Liedern, darunter der Zyklus „Dichterliebe".
Später entstehen vier Sinfonien (die „Frühlingssinfonie" und die „Rheinische" darunter), das gefeierte Klavierkonzert a-Moll für Clara und ein Cellokonzert. 1850 wird Schumann Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf.
Doch seine psychische Gesundheit zerbricht: 1854 stürzt sich Schumann in einer Krise in den Rhein, wird gerettet und verbringt seine letzten zwei Jahre in einer Heilanstalt in Endenich bei Bonn, wo er 1856 stirbt. Clara überlebt ihn um 40 Jahre und trägt sein Werk als Pianistin in die Welt. Wusstest du, dass die „Träumerei" bis heute eines der meistgespielten Zugabenstücke der Welt ist?
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