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Giuseppe Verdi lernen
14 Fragen · Musik
Giuseppe Verdi, 1813 im norditalienischen Dorf Le Roncole bei Busseto geboren, wächst als Sohn eines Gastwirts auf: das Mailänder Konservatorium lehnt ihn als Studenten ab. Der Anfang seiner Karriere ist von Tragik überschattet: Innerhalb weniger Jahre verliert er seine beiden Kinder und seine junge Frau, seine zweite Oper fällt durch. Verdi will schon aufgeben: da fällt sein Blick auf ein Libretto über den Gefangenenchor der Hebräer. „Nabucco" (1842) wird ein Triumph, und der Chor „Va, pensiero" bald zur heimlichen Hymne der Italiener.
Denn Verdis Aufstieg fällt in die Zeit des Risorgimento, des Kampfs um Italiens Einigung und seine Musik wird zu dessen Soundtrack. „Viva Verdi!" rufen Patrioten, auch als verstecktes Kürzel für „Vittorio Emanuele Re D'Italia". Nach der Einigung sitzt der Komponist sogar kurz im ersten italienischen Parlament. In den 1850er Jahren schreibt er in dichter Folge drei Welterfolge: „Rigoletto" mit der Arie „La donna è mobile", „Il trovatore" und „La traviata". Später folgen „Ein Maskenball", „Die Macht des Schicksals", „Don Carlos" und „Aida", die er 1871 für das neue Opernhaus in Kairo schreibt.
Nach dem Tod des Dichters Alessandro Manzoni komponiert Verdi ihm zu Ehren seine gewaltige Messa da Requiem. Und im Alter überrascht der Bauernsohn noch zweimal mit Shakespeare: Mit fast 74 bringt er die düstere Tragödie „Otello" heraus, mit 79 die quirlige Komödie „Falstaff".
Wusstest du, dass Verdi sein Vermögen großzügig teilte? In Mailand stiftete er die „Casa di Riposo", ein Altersheim für Musiker, das er sein „schönstes Werk" nannte. Als er 1901 stirbt, säumen Hunderttausende die Straßen Mailands und singen „Va, pensiero".
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