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Dreißigjähriger Krieg lernen

20 Fragen · Geschichte

Ein Fenstersturz stürzte Europa in den Abgrund: 1618 warfen aufgebrachte Protestanten in Prag kaiserliche Statthalter aus dem Fenster: dieser Prager Fenstersturz löste in Böhmen den Dreißigjährigen Krieg aus. Was als Konfessionskrieg zwischen Katholiken und Protestanten begann, wuchs zu einem gnadenlosen Machtkampf der europäischen Mächte, in dem am Ende sogar das katholische Frankreich gegen den Habsburger Kaiser Ferdinand II. focht. Riesige Söldnerheere zogen plündernd durchs Land; der kaiserliche Feldherr Wallenstein und der schwedische König Gustav Adolf, der 1632 bei Lützen fiel, wurden zu Legenden. Städte wie Magdeburg gingen 1631 in Flammen auf, und in manchen Regionen raffte (mehr noch als das Schwert) der Hunger und die Seuchen ein Drittel bis die Hälfte der Menschen dahin. Erst nach dreißig Jahren, 1648, beendete der Westfälische Friede, ausgehandelt in Osnabrück und Münster, das Morden: Die Niederlande und die Schweiz wurden als unabhängig anerkannt, Katholiken, Lutheraner und Reformierte rechtlich gleichgestellt und die Reichsfürsten mit weitreichender Souveränität ausgestattet. Der Friede gilt als Geburtsstunde des modernen Staatensystems: bis heute spricht man vom „westfälischen System“ souveräner Staaten.

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In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.

Alle Fragen mit Lösung

Welcher religiöse Gegensatz stand am Anfang des Krieges?

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Katholiken gegen Protestanten

Aus dem Glaubensstreit wurde ein europäischer Machtkampf.

💡 Wusstest du? Auch das katholische Frankreich kämpfte am Ende gegen den Kaiser.

In welchem Jahr begann der Dreißigjährige Krieg?

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1618

Er entzündete sich in Böhmen.

💡 Wusstest du? Kaum jemand ahnte, dass der Krieg drei Jahrzehnte dauern würde.

Welches Ereignis in Prag löste den Krieg aus?

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Prager Fenstersturz

Aufgebrachte Protestanten warfen kaiserliche Statthalter aus dem Fenster.

💡 Wusstest du? Die Gestürzten überlebten: angeblich, weil sie auf einem Misthaufen landeten.

In welchem Land des Reiches begann der Krieg?

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Böhmen

Die böhmischen Stände lehnten sich gegen den katholischen Kaiser auf.

💡 Wusstest du? Ihre Niederlage am Weißen Berg besiegelte früh ihr Schicksal.

Welcher berühmte Feldherr führte lange das kaiserliche Heer?

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Wallenstein

Er stellte auf eigene Kosten gewaltige Söldnerheere auf.

💡 Wusstest du? 1634 wurde er auf Befehl des Kaisers ermordet.

Welcher Schwedenkönig griff auf protestantischer Seite ein?

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Gustav Adolf

Er galt als militärisches Genie seiner Zeit.

💡 Wusstest du? 1632 fiel er in der Schlacht bei Lützen.

In welcher Schlacht fiel Gustav Adolf 1632?

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Schlacht bei Lützen

Die Schweden siegten, verloren aber ihren König.

💡 Wusstest du? Sein Tod war ein schwerer Schlag für die Protestanten.

Welche norddeutsche Stadt wurde 1631 fast völlig zerstört?

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Magdeburg

Bei der Einnahme starben zehntausende Einwohner.

💡 Wusstest du? „Magdeburgisieren“ wurde zum Wort für rücksichtslose Zerstörung.

Welche katholische Großmacht kämpfte am Ende gegen den Kaiser?

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Frankreich

Frankreich stellte Machtpolitik über die Konfession.

💡 Wusstest du? Kardinal Richelieu lenkte diese Politik.

Wie wurden die Heere dieses Krieges überwiegend aufgestellt?

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Als Söldnerheere

Söldner plünderten das Land, um sich zu versorgen.

💡 Wusstest du? „Der Krieg ernährt den Krieg“ wurde zum grausamen Prinzip.

Wodurch starben mehr Menschen als durch die Kämpfe selbst?

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Hunger und Seuchen

Plünderungen und Missernten lösten Hungersnöte aus.

💡 Wusstest du? In manchen Regionen starb ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung.

Welcher Frieden beendete 1648 den Krieg?

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Westfälischer Friede

Er gilt als Grundstein des modernen Völkerrechts.

💡 Wusstest du? Er sicherte den Reichsfürsten weitreichende Selbstständigkeit.

In welchem Jahr wurde der Westfälische Friede geschlossen?

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1648

Er wurde in Osnabrück und Münster ausgehandelt.

💡 Wusstest du? Die Verhandlungen zogen sich über Jahre hin.

In welchen zwei Städten wurde der Westfälische Friede ausgehandelt?

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Osnabrück und Münster

Katholische und protestantische Gesandte tagten getrennt.

💡 Wusstest du? Beide Städte nennen sich bis heute „Friedensstädte“.

Welche zwei Länder wurden im Frieden als unabhängig anerkannt?

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Die Niederlande und die Schweiz

Beide schieden formell aus dem Reichsverband aus.

💡 Wusstest du? Die Niederlande waren durch den Handel zur Seemacht geworden.

Welche Macht gewannen die deutschen Reichsfürsten durch den Frieden?

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Weitgehende Souveränität

Sie durften eigene Bündnisse schließen.

💡 Wusstest du? Der Kaiser wurde dadurch dauerhaft geschwächt.

Welcher Kaiser wurde 1619 gewählt und führte den Krieg gegen die Protestanten?

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Ferdinand II.

Er wollte den Katholizismus im Reich mit Gewalt durchsetzen.

💡 Wusstest du? Sein Kurs trieb die Protestanten in den Aufstand.

Welche drei Konfessionen wurden im Reich rechtlich gleichgestellt?

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Katholiken, Lutheraner und Reformierte

Damit war auch der Calvinismus anerkannt.

💡 Wusstest du? Der Grundsatz von 1555 wurde so erweitert.

Wie lange dauerte der Krieg?

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30 Jahre

Von 1618 bis 1648: daher der Name.

💡 Wusstest du? Er prägte das kollektive Gedächtnis Mitteleuropas über Jahrhunderte.

Welche Bedeutung hat der Westfälische Friede für die Neuzeit?

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Beginn des modernen Staatensystems

Souveräne Staaten wurden zur Grundlage der Ordnung.

💡 Wusstest du? Man spricht bis heute vom „westfälischen System“.

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