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Hieronymus Bosch lernen
18 Fragen · Kunst
Hieronymus Bosch wird um 1450 in der niederländischen Stadt 's-Hertogenbosch geboren, deren Namen er sich als Künstlernamen gibt. Er stammt aus einer Malerfamilie und verbringt sein ganzes Leben in dieser Stadt: über sein Leben ist erstaunlich wenig bekannt, umso mehr sprechen seine Bilder. Bosch schafft eine Bildwelt, die bis heute einzigartig geblieben ist.
Auf den ersten Blick malt Bosch fromme, religiöse Themen: Sünde und Erlösung, Himmel und Hölle, die Versuchungen der Heiligen. Doch er bevölkert sie mit einem wahren Wimmelbild an fantastischen Wesen (halb Mensch, halb Tier, halb Maschine), mit dämonischen Fratzen, brennenden Landschaften und grotesken Szenen. Kein anderer Maler seiner Zeit hat eine so wilde, albtraumhafte Fantasie.
Sein berühmtestes Werk ist der „Garten der Lüste", ein riesiges Triptychon, das vom Paradies über eine überbordende Welt irdischer Genüsse bis in eine grauenvolle Hölle führt. Es steckt so voller rätselhafter Details, dass Gelehrte bis heute über seine genaue Bedeutung streiten.
Bosch stirbt 1516. Erst im 20. Jahrhundert, mit dem Aufkommen des Surrealismus, wird er richtig gefeiert: Künstler wie Salvador Dalí sehen in ihm einen Ahnherrn ihrer Traumbilder. Wusstest du, dass Boschs Höllenszenen so einfallsreich sind, dass Forscher darin sogar Notenschrift entdeckt haben: Musik, die auf dem Hinterteil einer verdammten Figur notiert ist?
Boschs wimmelnde Höllenvisionen sind unverkennbar: Neben dem berühmten „Der Garten der Lüste“ schuf er das „Weltgerichtstriptychon“, das „Heuwagen-Triptychon“, „Die sieben Todsünden und vier letzten Dinge“ und immer wieder „Die Versuchungen des heiligen Antonius“. Von skurriler Menschlichkeit erzählen „Das Narrenschiff“, „Der Tod und der Geizhals“, „Steinschneiden“ und „Der Wanderer“, während „Kreuztragung“ und der „Epiphanius-Altar“ seine fromme Seite zeigen.
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