Wo wurde Botticelli um 1445 geboren?
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Florenz
Der Spitzname „Botticelli" bedeutet „kleines Fässchen".
💡 Wusstest du? Der Spitzname „Botticelli“ (Fässchen) stammt eigentlich von seinem älteren Bruder.
19 Fragen · Kunst
Sandro Botticelli wird um 1445 in Florenz geboren, mitten in die Blütezeit der italienischen Renaissance. Der Beiname „Botticelli" („kleines Fässchen") stammt eigentlich von seinem älteren Bruder. Als junger Mann lernt er in einer Werkstatt die Malerei und wird bald zum gefeierten Künstler im Umfeld der mächtigen Medici, die zu seinen wichtigsten Auftraggebern werden. Botticellis Kunst besticht durch anmutige, schwerelos wirkende Figuren, fließende Linien und eine poetische, oft träumerische Stimmung. Anders als viele Zeitgenossen malt er nicht nur religiöse Themen, sondern greift auch Motive aus der antiken Mythologie auf. So entstehen seine berühmtesten Werke: „Die Geburt der Venus", auf der die Liebesgöttin auf einer Muschel dem Meer entsteigt, und der „Primavera" (Frühling), ein rätselhafter Reigen mythologischer Gestalten in einem blühenden Hain. In seinen späten Jahren gerät Botticelli unter den Einfluss des strengen Bußpredigers Savonarola, der Luxus und weltliche Kunst verdammt. Botticellis Malerei wird ernster, frommer, düsterer. Der Legende nach soll er sogar eigene Werke ins „Feuer der Eitelkeiten" geworfen haben. Nach seinem Tod 1510 gerät Botticelli für Jahrhunderte fast in Vergessenheit: erst im 19. Jahrhundert wird er wiederentdeckt und als einer der größten Meister der Frührenaissance gefeiert. Wusstest du, dass die „Geburt der Venus" zu den ersten großen Gemälden der Neuzeit gehört, die eine lebensgroße nackte Frau nicht als Sünderin, sondern als Sinnbild von Schönheit zeigen? Botticellis Ruhm gründet auf den mythologischen Ikonen „Die Geburt der Venus“ und „Primavera“, denen „Venus und Mars“, „Minerva und der Kentaur“ und „Die Verleumdung des Apelles“ zur Seite stehen. Ebenso von seiner Hand: die zarte „Madonna des Magnificat“, die „Anbetung der Heiligen drei Könige“, das „Weibliche Idealbildnis“ der Simonetta Vespucci, die „Prüfungen des Mose“, „Versuchungen Christi“, „Die Bestrafung der Leviter“ und die späte, ergriffene „Mystische Geburt“.
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Florenz
Der Spitzname „Botticelli" bedeutet „kleines Fässchen".
💡 Wusstest du? Der Spitzname „Botticelli“ (Fässchen) stammt eigentlich von seinem älteren Bruder.
Renaissance
Botticelli war einer der führenden Maler der Florentiner Frührenaissance im Kreis der Medici.
💡 Wusstest du? Sein anmutiger Linienstil galt bald als altmodisch, als Leonardo und Michelangelo aufkamen.
die Medici
Die Bankiersfamilie Medici förderte Botticelli und gab viele seiner Werke in Auftrag.
💡 Wusstest du? In der „Anbetung der Könige“ verewigte Botticelli mehrere Medici und ganz rechts sich selbst.
antike Mythologie
„Geburt der Venus“ und „Primavera“ zeigen antike Götter in Lebensgröße, für die stark christliche Zeit ungewöhnlich.
💡 Wusstest du? „Die Geburt der Venus" zeigt erstmals wieder eine lebensgroße nackte Frau als Sinnbild der Schönheit.
Savonarola
Savonarola verdammte Luxus und weltliche Kunst.
💡 Wusstest du? Der Bußprediger Savonarola ließ 1497 in Florenz „Eitelkeiten“ verbrennen: Botticelli soll eigene Bilder in die Flammen geworfen haben.
19. Jahrhundert
Er starb 1510 und war lange fast vergessen.
💡 Wusstest du? Erst die englischen Präraffaeliten machten Botticelli im viktorianischen 19. Jahrhundert wieder populär.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Die Geburt der Venus
Um 1485: die Liebesgöttin entsteigt auf einer Muschel dem Meer.
💡 Wusstest du? Venus wird auf einer Muschel an Land geweht: eines der ersten großformatigen Aktbilder seit der Antike.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Primavera
Um 1480: ein rätselhafter Reigen mythologischer Gestalten (der Frühling).
💡 Wusstest du? Über die „Primavera“ sind mehr als 500 botanisch genau gemalte Pflanzen verstreut, viele in Blüte: ein ewiger Frühling.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Venus und Mars
Entstanden um 1485.
💡 Wusstest du? Kleine Faune spielen mit den Waffen des schlafenden Kriegsgottes; die Liebe (Venus) hat den Krieg (Mars) besiegt.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Anbetung der Heiligen drei Könige
Entstanden um 1475.
💡 Wusstest du? Botticelli malte die Medici als die Heiligen Drei Könige und stellte sich selbst ganz rechts mit Blick zum Betrachter dar.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Madonna des Magnificat
Entstanden um 1483.
💡 Wusstest du? Das runde Format (Tondo) war im Florenz der Renaissance besonders für Marienbilder beliebt.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Die Verleumdung des Apelles
Entstanden um 1497.
💡 Wusstest du? Botticelli rekonstruierte darin ein verlorenes antikes Gemälde allein nach einer schriftlichen Beschreibung.
Foto: Gennadii Saus i Segura · Public domain · Wikimedia Commons
Minerva und der Kentaur
Entstanden um 1482.
💡 Wusstest du? Die Göttin der Weisheit zähmt den wilden Kentauren: Sinnbild von Vernunft über Trieb.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Prüfungen des Mose
Entstanden um 1481.
💡 Wusstest du? Botticelli gehörte zu den Malern, die 1481/82 die Wände der Sixtinischen Kapelle ausmalten: vor Michelangelos Decke.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Weibliches Idealbildnis (Bildnis der Simonetta Vespucci als Nymphe)
Entstanden um 1482.
💡 Wusstest du? Simonetta Vespucci galt als schönste Frau von Florenz; Botticelli wollte angeblich neben ihr begraben werden.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Mystische Geburt
Entstanden um 1500.
💡 Wusstest du? Es ist Botticellis einziges signiertes und datiertes Werk: entstanden unter dem Eindruck von Savonarolas düsteren Predigten.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Versuchungen Christi
Entstanden um 1480.
💡 Wusstest du? Auch dieses Fresko schuf Botticelli an den Wänden der Sixtinischen Kapelle.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Die Bestrafung der Leviter
Entstanden um 1481.
💡 Wusstest du? Im Hintergrund malte Botticelli den römischen Konstantinsbogen: ein Verweis auf die päpstliche Autorität.
Foto: Sandro Botticelli · Public domain · Wikimedia Commons
Sandro Botticelli
Sandro Botticelli (um 1445 bis 1510) war ein italienischer Maler der Florentiner Frührenaissance. Werke wie „Die Geburt der Venus“ zählen zu den Ikonen der Kunstgeschichte.
💡 Wusstest du? Nach seinem Tod geriet Botticelli fast 400 Jahre in Vergessenheit: erst das 19. Jahrhundert entdeckte ihn wieder.
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