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Caspar David Friedrich lernen
19 Fragen · Kunst
Caspar David Friedrich wird 1774 in Greifswald an der Ostsee geboren, in eine strenge, protestantische Familie. Seine Kindheit ist von Trauer überschattet: Mehrere Geschwister sterben früh, ein Bruder ertrinkt der Überlieferung nach beim Schlittschuhlaufen, als er dem jungen Caspar David das Leben rettet. Diese frühe Nähe zum Tod prägt seine spätere Kunst tief.
Friedrich wird zum bedeutendsten Maler der deutschen Romantik. Seine Landschaften sind keine bloßen Naturansichten, sondern seelische Stimmungsbilder, voller Sehnsucht, Einsamkeit und Andacht. Nebelverhangene Berge, kahle Winterbäume, gotische Ruinen und weite, stille Meere werden bei ihm zu Sinnbildern für die kleine Stellung des Menschen vor der unendlichen Natur und für die Sehnsucht nach dem Göttlichen.
Sein berühmtestes Bild ist der „Wanderer über dem Nebelmeer": Ein Mann steht mit dem Rücken zum Betrachter auf einem Felsen und blickt in ein Meer aus Nebel und Berggipfeln. Diese Rückenfigur, die den Betrachter gleichsam einlädt, mit ihr in die Ferne zu schauen, ist zum Inbegriff der Romantik geworden.
Zu Lebzeiten gefeiert, gerät Friedrich in seinen letzten Jahren aus der Mode und stirbt 1840 verarmt und fast vergessen. Erst im 20. Jahrhundert wird er als einer der größten Landschaftsmaler wiederentdeckt. Wusstest du, dass der „Wanderer über dem Nebelmeer" heute als eines der meistzitierten Gemälde der Welt gilt und auf unzähligen Buchdeckeln, Plakaten und Parodien auftaucht?
Friedrichs stille, erhabene Landschaften machten ihn zum Inbegriff der romantischen Malerei: allen voran der „Wanderer über dem Nebelmeer“. Rückenfiguren und Weite prägen „Kreidefelsen auf Rügen“, „Mönch am Meer“, „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“ und „Der einsame Baum“. Dazu kommen „Abtei im Eichwald“, das eisige „Das Eismeer“, „Die Lebensstufen“, „Gebirgslandschaft mit Regenbogen“, der „Tetschener Altar“, „Sonnenuntergang“ und „Baum mit Raben“.
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