🎨
Salvador Dalí lernen
18 Fragen · Kunst
Salvador Dalí kommt 1904 im katalanischen Figueres zur Welt: neun Monate nach dem Tod seines älteren Bruders, der ebenfalls Salvador hieß. Die Eltern erzählen ihm, er sei dessen Wiedergeburt; ein Gedanke, der ihn sein Leben lang verfolgt. Schon als Jugendlicher zeichnet er außergewöhnlich gut, und an der Kunstakademie in Madrid freundet er sich mit dem Dichter Federico García Lorca und dem späteren Regisseur Luis Buñuel an. 1926 fliegt er von der Akademie: angeblich mit der Begründung, niemand dort sei kompetent genug, ihn zu prüfen.
Ende der 1920er schließt er sich in Paris den Surrealisten an, einer Bewegung, die Traum, Zufall und das Unbewusste zur Quelle der Kunst erklärt. Dalí entwickelt dafür seine eigene „paranoisch-kritische Methode“: Er versetzt sich willentlich in einen Zustand, in dem er Doppelbilder und Wahnvorstellungen sieht und malt sie dann mit der akribischen Präzision eines alten Meisters. Genau diese Mischung macht seine Bilder so verstörend: Unmögliche Dinge sehen aus wie Fotografien.
1931 entsteht sein berühmtestes Werk, „Die Beständigkeit der Erinnerung“: zerfließende Uhren in einer leeren Landschaft, eines der bekanntesten Bilder des 20. Jahrhunderts. Dalí arbeitet weit über die Malerei hinaus: Mit Luis Buñuel dreht er den Skandalfilm „Ein andalusischer Hund“, für Alfred Hitchcock gestaltet er die Traumsequenz in „Ich kämpfe um dich“, mit Walt Disney beginnt er den Kurzfilm „Destino“. Ständige Begleiterin ist seine Frau und Muse Gala, die zugleich sein Geschäft führt.
Sein Hang zur Selbstinszenierung und zum Geld bringt ihm den Bruch mit der Gruppe ein: André Breton wirft ihn aus dem Kreis der Surrealisten und tauft ihn spöttisch „Avida Dollars“: ein Anagramm seines Namens, das „gierig nach Dollars“ bedeutet. Dalí stört das wenig; der gezwirbelte Schnurrbart und die aufsehenerregenden Auftritte werden zu seinem Markenzeichen.
Dalí stirbt 1989 in seiner Geburtsstadt Figueres und wird in der Krypta seines eigenen Theater-Museums beigesetzt. Wusstest du, dass er 1969 das Logo für die Lutscher-Marke Chupa Chups entwarf und vorschlug, es oben auf die Verpackung zu setzen, damit es immer vollständig zu sehen ist?
Zu seinen Hauptwerken zählen „Die Beständigkeit der Erinnerung“, „Christus des Johannes vom Kreuz“, „Das Sakrament des letzten Abendmahls“, „Die Versuchung des heiligen Antonius“, „Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel“ und „Galatea der Sphären“: dazu surreale Objekte wie das „Hummer-Telefon“ und das „Mae-West-Lippensofa“.
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.