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Eugène Delacroix lernen
19 Fragen · Kunst
Eugène Delacroix wird 1798 nahe Paris geboren, in eine gebildete, gutbürgerliche Familie. Er wächst in der bewegten Zeit nach der Französischen Revolution auf und wird zum Anführer einer neuen Kunstrichtung, der Romantik: im Gegensatz zu den kühlen, klaren Linien der klassizistischen Malerei setzt er auf Leidenschaft, Bewegung und lodernde Farbe.
Delacroix' Bilder sind dramatisch, oft gewaltsam und emotional aufgeladen. Er wählt Themen von Krieg, Leidenschaft, Freiheit und Tod und malt sie mit einer Wucht, die die Betrachter mitreißen soll. Sein berühmtestes Werk ist „Die Freiheit führt das Volk", auf dem eine kämpferische Frauengestalt (die personifizierte Freiheit) mit der Trikolore in der Hand über die Barrikaden schreitet. Das Bild wurde zum Sinnbild von Revolution und Freiheit schlechthin.
1832 reist Delacroix nach Nordafrika. Die Farben, das Licht und die fremde Welt Marokkos und Algeriens treffen ihn wie eine Offenbarung und liefern ihm für den Rest seines Lebens Motive. Seine Farbstudien, in denen er beobachtet, wie Farben einander verstärken, werden später für die Impressionisten und für Maler wie Van Gogh zur Inspiration.
Delacroix stirbt 1863 in Paris. Er gilt als der große Meister der französischen Romantik und als Wegbereiter der modernen Farbmalerei. Wusstest du, dass er ein enger Freund des Komponisten Frédéric Chopin war und ihn auch porträtierte: zwei große Romantiker, der eine mit dem Pinsel, der andere am Klavier?
Delacroix, der Feuerkopf der Romantik, schuf mit „Die Freiheit führt das Volk“ eine der berühmtesten politischen Ikonen überhaupt. Seine Leidenschaft für Drama und Orient zeigt sich in „Der Tod des Sardanapal“, „Massaker von Chios“, „Griechenland auf den Ruinen von Mesolongi“, „Die Frauen von Algier“ und „Jüdische Hochzeit in Marokko“. Dazu kommen „Die Dantebarke“, „Der Einzug der Kreuzritter in Konstantinopel“, „Waisenkind auf dem Friedhof“, „Frau mit Papagei“, das „Bildnis von Chopin und George Sand“ und die „Letzte Worte des Kaisers Marc Aurel“.
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