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El Greco lernen
19 Fragen · Kunst
El Greco („der Grieche") wird 1541 auf der Insel Kreta geboren, die damals zu Venedig gehört. Sein eigentlicher Name ist Doménikos Theotokópoulos. Er lernt zunächst die byzantinische Ikonenmalerei, geht dann nach Italien, wo er in Venedig und Rom die großen Meister der Renaissance studiert. Doch seine Heimat findet er schließlich in Spanien, in der Stadt Toledo, wo er den Rest seines Lebens verbringt.
El Grecos Kunst ist so eigenwillig, dass sie in keine Schublade passt. Seine Figuren sind unnatürlich lang gestreckt, fast flammenartig verzerrt, seine Farben kühl und flackernd, seine Kompositionen von einer visionären, überirdischen Spannung. Himmel und Erde scheinen bei ihm zu einer einzigen, geistigen Sphäre zu verschmelzen. Zu seiner Zeit galt das manchen als sonderbar, ja als Zeichen schlechten Sehvermögens.
Sein Hauptwerk ist „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz", ein riesiges Bild, in dem sich die irdische Trauergesellschaft unten und der himmlische Empfang der Seele oben gegenüberstehen. Auch seine „Ansicht von Toledo" mit dem dramatisch gewitterschwangeren Himmel gehört zu den ersten großen Landschaftsbildern überhaupt.
El Greco stirbt 1614 und gerät danach lange in Vergessenheit. Erst um 1900 wird er wiederentdeckt und die modernen Künstler sind begeistert. Wusstest du, dass Maler wie Picasso und die Expressionisten in dem alten Griechen einen Seelenverwandten sahen und ihn als Wegbereiter der modernen Kunst feierten?
El Grecos langgezogene Figuren und geisterhaftes Licht sind unverwechselbar. Sein Hauptwerk ist „Begräbnis des Grafen von Orgaz“; die glühende „Ansicht von Toledo“ gilt als eine der ersten reinen Landschaften. Dazu kommen „Die Entkleidung Christi“, „Die Öffnung des fünften Siegels“, „Laokoon“, „Der hl. Martin und der Bettler“, „Anbetung der Hirten“, „Die Auferstehung“, „Das Konzert der Engel“ und Porträts wie „Edelmann mit der Hand auf der Brust“, „Fray Hortensio Félix Paravicino“ und „Bildnis von Jorge Manuel“.
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