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Paul Klee lernen
19 Fragen · Kunst
Paul Klee wird 1879 bei Bern in der Schweiz geboren, in eine musikalische Familie. Sein Vater ist Musiklehrer, seine Mutter Sängerin, und Klee selbst spielt sein Leben lang meisterhaft Geige; er schwankt lange, ob er Musiker oder Maler werden soll. Diese enge Verbindung von Kunst und Musik bleibt in seinen Bildern immer spürbar: Er spricht von „Rhythmus", „Klang" und „Melodie" der Farben und Formen.
Eine Reise nach Tunesien 1914 wird für Klee zur Offenbarung. Vom leuchtenden Licht des Südens überwältigt, notiert er den berühmten Satz: „Die Farbe hat mich. Ich bin Maler." Von da an entwickelt er eine unverwechselbare, poetische Bildsprache: eine Welt aus zarten Farbfeldern, feinen Linien, Zeichen, Pfeilen, kleinen Figuren und geheimnisvollen Buchstaben, oft mit hintergründigem Witz und traumhafter Fantasie.
Klee ist schwer in eine Schublade zu stecken. Seine Kunst steht zwischen Abstraktion und verspieltem Gegenstand; manche seiner Bilder wirken fast wie Kinderzeichnungen, sind aber von tiefer Durchdachtheit. Wie Kandinsky lehrt Klee am berühmten „Bauhaus", wo er seine Ideen über Form und Farbe auch als Lehrer weitergibt.
Als die Nationalsozialisten seine Kunst als „entartet" verfemen, kehrt Klee in die Schweiz zurück. In seinen letzten Jahren erkrankt er schwer; seine Bilder werden dunkler, ernster, mit dicken schwarzen Zeichen. Er stirbt 1940. Wusstest du, dass Klee im Lauf seines Lebens fast zehntausend Werke schuf und jedes einzelne sorgfältig in einem eigenen Werkverzeichnis notierte?
Klees verspielte, poetische Bildwelt lässt sich nicht in Schubladen stecken. Berühmt sind der „Angelus Novus“, den Walter Benjamin zum „Engel der Geschichte“ deutete, die „Die Zwitscher-Maschine“ und das kindlich-heitere „Senecio“. Dazu kommen „Sumpflegende“, „Villa R“, „Hauptweg und Nebenwege“, „Ad Parnassum“, „Kamel in rhythmischer Baumlandschaft“, „Rotierendes Haus“, „Engel, noch tastend“, „Katze und Vogel“ und „Grenzen des Verstandes“.
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