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Édouard Manet lernen
19 Fragen · Kunst
Édouard Manet wird 1832 in Paris in eine wohlhabende, angesehene Familie geboren. Sein Vater wünscht sich eine bürgerliche Laufbahn für ihn, doch Manet will Maler werden. Anders als viele Rebellen sucht er zeitlebens die Anerkennung des offiziellen Kunstbetriebs und wird dennoch, fast gegen seinen Willen, zum großen Wegbereiter der modernen Kunst.
Manet malt das Leben seiner eigenen Zeit: Pariser Cafés, Bars, Menschen der Großstadt, elegante Damen und einfache Leute. Seine Malweise ist neu und provozierend: flach, mit harten Kontrasten und breiten, sichtbaren Pinselstrichen, ohne das weiche Modellieren der Akademie. Zwei seiner Bilder lösen regelrechte Skandale aus: „Das Frühstück im Grünen", auf dem eine nackte Frau ganz selbstverständlich neben zwei angezogenen Herren im Park sitzt, und die „Olympia", die den herkömmlichen Blick auf das Aktbild sprengt.
Diese Empörung macht Manet unfreiwillig zur Leitfigur einer jungen Malergeneration. Die späteren Impressionisten (Monet, Renoir, Degas) verehren ihn und suchen seine Nähe, auch wenn Manet selbst nie an ihren Ausstellungen teilnimmt und lieber im offiziellen „Salon" bestehen will.
Manet stirbt 1883 mit nur 51 Jahren nach schwerer Krankheit. Er gilt als die Brücke zwischen dem Realismus Courbets und dem Impressionismus. Wusstest du, dass eines seiner letzten großen Werke, „Eine Bar in den Folies-Bergère", bis heute Rätsel aufgibt; der Spiegel hinter der Bardame zeigt eine Szene, die eigentlich gar nicht so stimmen kann?
Manet schockierte das Paris seiner Zeit mit „Das Frühstück im Grünen“ und der herausfordernd blickenden „Olympia“. Sein spätes Meisterwerk ist „Eine Bar in den Folies-Bergère“. Das moderne Leben fing er in „Musik im Tuileriengarten“, „Der Balkon“, „Die Eisenbahn“, „Nana“, „Der alte Musikant“ und „Die Pflaume“ ein; dazu kommen „Der Pfeifer“, die politische „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ und das zarte „Berthe Morisot mit Veilchenstrauß“.
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