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Amedeo Modigliani lernen
11 Fragen · Kunst
Amedeo Modigliani wird 1884 im italienischen Livorno in eine jüdische Familie geboren. Als Kind ist er oft schwer krank, was ihn früh der Kunst zuwendet. Mit einundzwanzig Jahren geht er nach Paris, ins Künstlerviertel Montparnasse, wo damals die ganze Avantgarde zusammenkommt. Modigliani wird zur legendären Figur dieser Boheme: begabt, charmant, aber auch rastlos und von Armut und Krankheit gezeichnet.
Modigliani entwickelt einen sofort erkennbaren, eleganten Stil. Seine Porträts zeigen Menschen mit lang gestreckten Gesichtern und Hälsen, schmalen, mandelförmigen Augen, die oft leer und geheimnisvoll wirken. Diese Vereinfachung verrät seine Bewunderung für afrikanische Masken und für frühe italienische Malerei. Seine Figuren strahlen eine stille, melancholische Anmut aus, die unverwechselbar ist.
Eigentlich wollte Modigliani vor allem Bildhauer werden. Doch der Steinstaub schadete seiner ohnehin schwachen Gesundheit, und aus Geldnot musste er die Bildhauerei aufgeben und sich ganz der Malerei zuwenden. Anerkennung und Verkäufe blieben zu Lebzeiten meist aus.
Modiglianis Leben endet tragisch: Von Krankheit und einem harten Leben geschwächt, stirbt er 1920 mit nur 35 Jahren. Erst nach seinem Tod wurde er berühmt; heute erzielen seine Werke Höchstpreise. Wusstest du, dass man seine Porträts fast immer sofort erkennt: an den charakteristisch verlängerten Hälsen und den ausdrucksvoll leeren Augen, hinter denen sich das ganze Geheimnis des Menschen zu verbergen scheint?
Modiglianis unverwechselbarer Stil (langgezogene Hälse, mandelförmige Augen) prägt seine Porträts. Zu den erhaltenen Bildnissen zählen „Alice“, das Doppelporträt „Jacques und Berthe Lipchitz“, „Der kleine Bauer“ und das elegante „Bildnis der Lunia Czechowska mit Fächer“.
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