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Edvard Munch lernen
14 Fragen · Kunst
Edvard Munch wird 1863 in Norwegen geboren, in eine Familie, die vom Tod gezeichnet ist: Seine Mutter und seine geliebte Schwester sterben früh an Tuberkulose, der Vater ist streng und schwermütig. „Krankheit, Wahnsinn und Tod waren die schwarzen Engel, die an meiner Wiege standen", schreibt Munch später. Diese frühe Erfahrung von Verlust und Angst wird zum Herzstück seiner Kunst.
Munch will nicht die äußere Welt abbilden, sondern die inneren Gefühle sichtbar machen: Angst, Einsamkeit, Eifersucht, Liebe und Tod. Damit wird er zu einem der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus. Seine Bilder sind von einer bebenden, seelischen Spannung erfüllt, seine Farben und geschwungenen Linien tragen die Emotion unmittelbar nach außen.
Sein weltberühmtes Werk ist „Der Schrei": Eine geschlechtslose Gestalt hält sich unter einem flammend roten Himmel die Hände an den Kopf und stößt einen lautlosen Schrei aus. Munch beschrieb, wie er den Schrei selbst erlebte, als überwältigende Angst, die durch die ganze Natur zu gehen schien. Das Bild ist heute eine der bekanntesten Ikonen der Kunst überhaupt.
Munch lebt lange zurückgezogen, ringt mit seelischen Krisen, findet aber im Alter zu mehr Ruhe. Er stirbt 1944 in Norwegen und vermacht sein riesiges Werk seiner Heimatstadt Oslo. Wusstest du, dass „Der Schrei" gleich zweimal aus Museen gestohlen wurde und beide Male wieder aufgetaucht ist?
Berühmt wurde Munch vor allem durch „Der Schrei“, die Ikone der modernen Angst. Doch sein „Lebensfries“ umfasst weit mehr: die bedrohliche „Vampir“, die düstere „Melancholie“, das ergreifende „Das kranke Kind“, „Der Tanz des Lebens“, „Der Kuss“ und die brennende „Eifersucht“.
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