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John Singer Sargent lernen
18 Fragen · Kunst
John Singer Sargent wird 1856 als Sohn amerikanischer Eltern in Florenz geboren. Er wächst als Weltbürger auf: Die Familie reist ruhelos durch Europa, und der junge John lernt früh mehrere Sprachen und die großen Museen kennen. Obwohl Amerikaner, setzt er kaum je einen Fuß in die USA; seine Heimat wird das mondäne Europa von Paris und London.
Sargent wird zum gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit, dem glänzenden Chronisten der vornehmen Gesellschaft um 1900. Mit einer verblüffend virtuosen, lockeren Pinselführung fängt er seidene Kleider, funkelnden Schmuck und vor allem die Persönlichkeit seiner Modelle ein. Ein Sargent-Porträt zu besitzen wird zum Statussymbol des Geldadels in Europa und Amerika.
Berühmt und berüchtigt zugleich wird sein Bildnis „Madame X", das Porträt einer schönen Pariser Dame in tief ausgeschnittenem schwarzem Kleid. Der Skandal um dieses als zu freizügig empfundene Bild war so groß, dass Sargent Paris verließ und nach London übersiedelte.
Später hat Sargent genug vom gesellschaftlichen Porträt und wendet sich lieber lockeren Landschaften und Aquarellen zu. Im Ersten Weltkrieg schafft er mit „Gassed", einer erschütternden Prozession geblendeter Soldaten, ein eindringliches Antikriegsbild. Sargent stirbt 1925 in London. Wusstest du, dass er so schnell und sicher malte, dass er ein ganzes Gesellschaftsporträt manchmal in wenigen Sitzungen vollendete, mit Pinselstrichen, die aus der Nähe fast zufällig wirken und erst aus der Ferne zu funkelndem Leben erwachen?
Sargent war der gefeierte Gesellschaftsmaler seiner Epoche. Sein skandalumwittertes „Madame X“ machte ihn berühmt, das zarte „Nelke, Lilie, Lilie, Rose“ und „Die Töchter des Edward Darley Boit“ zeigen seine Meisterschaft. Zu seinen Bildnissen zählen „Lady Agnew of Lochnaw“, „Die Wyndham-Schwestern“ und „Die Schwestern Vickers“; seine Reiselust spiegeln „Kaschmir“, „El Jaleo“, „Arabische Frau“ und „Straße in Venedig“, und das erschütternde „Vergast (Gassed)“ hielt den Ersten Weltkrieg fest.
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