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William Turner lernen
19 Fragen · Kunst
Joseph Mallord William Turner wird 1775 in London als Sohn eines Barbiers geboren. Schon als Kind stellt der Vater die Zeichnungen des Jungen im Schaufenster seines Ladens aus. Mit gerade vierzehn Jahren wird Turner an der Königlichen Akademie aufgenommen und steigt rasch zum gefeierten Landschaftsmaler auf. Er reist unermüdlich durch England und über den Kontinent und füllt Skizzenbuch um Skizzenbuch.
Turner ist der große Maler des Lichts und der Naturgewalten. Kein anderer fängt so eindringlich Stürme, Nebel, Sonnenaufgänge und das aufgewühlte Meer ein. Über die Jahre lösen sich in seinen Bildern die festen Formen immer mehr auf: Schiffe, Berge und Häuser verschwimmen in wirbelnden Strudeln aus Farbe und Licht. Was fast abstrakt wirkt, sollte erst Jahrzehnte später von den Impressionisten verstanden und weitergeführt werden.
Zu seinen berühmtesten Werken gehören „Die letzte Fahrt der Temeraire", auf dem ein altes Segelschiff von einem rußenden Dampfschlepper in den Sonnenuntergang gezogen wird (ein Abschied vom alten Zeitalter), und „Regen, Dampf und Geschwindigkeit", auf dem eine Dampflok durch ein leuchtendes Unwetter rast.
Turner wird für seine späten, wilden Bilder von manchen belächelt, doch der einflussreiche Kritiker John Ruskin verteidigt ihn leidenschaftlich. Als Turner 1851 stirbt, hinterlässt er tausende Werke. Wusstest du, dass er sich der Legende nach einmal in einem Sturm an den Mast eines Schiffes binden ließ, um die Gewalt der Natur mit eigenen Augen zu erleben und sie dann zu malen?
Turner, der große Maler des Lichts, löste die Welt in Farbe und Atmosphäre auf. Berühmt sind „Regen, Dampf und Geschwindigkeit“, das nostalgische „Die letzte Fahrt der Temeraire“ und das anklagende „Das Sklavenschiff“. Seine Naturgewalten toben in „Schneesturm: Hannibal überquert die Alpen“ und „Schneesturm: Dampfschiff vor einer Hafeneinfahrt“, seine Historien in „Dido building Carthage“, „Die Seeschlacht von Trafalgar“ und „Odysseus verspottet Polyphem“; dazu „Sonnenaufgang mit Seeungeheuern“, „Fischer auf dem Meer“, „Schloss Dolbadarn“ und „Licht und Farbe (Goethes Farbenlehre)“.
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