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Jan van Eyck lernen
17 Fragen · Kunst
Jan van Eyck wird um 1390 in den südlichen Niederlanden geboren und wird zum bedeutendsten Maler der frühen niederländischen Kunst. Er arbeitet als Hofmaler und Vertrauter des mächtigen Herzogs von Burgund, der ihn sogar auf geheime diplomatische Missionen schickt. Van Eyck ist also weit mehr als ein Handwerker; er ist ein angesehener, gebildeter Mann seiner Zeit.
Seine Bedeutung liegt vor allem in einer revolutionären Technik: der Ölmalerei. Zwar hat er sie nicht allein erfunden, wie eine hartnäckige Legende behauptet, doch er treibt sie zu ungeahnter Vollendung. Die Ölfarbe erlaubt ihm hauchdünne, durchscheinende Farbschichten und eine Detailgenauigkeit, die zuvor unmöglich war: Jedes Haar, jede Falte, jeder Lichtreflex in einem Spiegel oder Edelstein ist mit fast fotografischer Präzision festgehalten.
Sein berühmtestes Werk ist das „Arnolfini-Porträt", das ein Paar in einem bürgerlichen Zimmer zeigt: voller versteckter Symbole und mit einem kunstvollen Rundspiegel an der Wand, in dem sich die ganze Szene noch einmal spiegelt. Sein größtes Werk ist der gewaltige „Genter Altar", ein vielteiliges Klappretabel von überwältigender Pracht.
Van Eyck stirbt 1441. Sein Einfluss auf die europäische Malerei ist gewaltig. Wusstest du, dass er viele seiner Bilder stolz mit dem Wahlspruch „Als ich kann" signierte: ein selbstbewusstes Bekenntnis zu seinem außergewöhnlichen Können, ungewöhnlich für einen Maler dieser frühen Zeit?
Van Eyck brachte die altniederländische Ölmalerei zu unerhörter Feinheit. Sein rätselhaftes „Arnolfini-Porträt“ und der leuchtende „Genter Altar“ sind Meilensteine der Kunstgeschichte. Dazu kommen die „Rolin-Madonna“, „Die Madonna in der Kirche“, die „Madonna des Kanonikus van der Paele“, „Verkündigung“, der „Dresdner Marienaltar“ und das Diptychon „Kreuzigung und Jüngstes Gericht“ sowie die Bildnisse „Léal Souvenir“ und ein „Bildnis eines Mannes“, das als Selbstporträt gilt.
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