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Moderne und Gegenwart: Quiz
16 Fragen · Kunst
1907 zeigte Pablo Picasso einigen Freunden in seinem Pariser Atelier ein großes Bild mit fünf nackten Frauen, deren Gesichter wie Masken wirkten. Selbst Georges Braque war zunächst entsetzt, doch bald entwickelten die beiden gemeinsam den Kubismus. Von da an überschlugen sich die Richtungen. Filippo Tommaso Marinetti feierte 1909 im Futurismus Geschwindigkeit und Maschinen. 1915 hängte Kasimir Malewitsch ein schwarzes Quadrat in die Zimmerecke, wo in russischen Häusern sonst die Ikone hing, und rief den Suprematismus aus. Mitten im Ersten Weltkrieg machten Künstler im Zürcher Cabaret Voltaire Unsinn und Zufall zum Programm: Dada.
Nach dem Krieg wollten viele die Welt neu bauen. In Russland verstand der Konstruktivismus Kunst als Arbeit mit Material, in den Niederlanden beschränkte De Stijl um Piet Mondrian alles auf Linien und Grundfarben, und Walter Gropius gründete in Weimar das Bauhaus. Otto Dix und George Grosz zeichneten die Weimarer Republik in der Neuen Sachlichkeit nüchtern und bissig, während André Breton in Paris mit dem Surrealismus den Traum über die Vernunft stellte.
Nach 1945 wurde New York zum Zentrum: Jackson Pollock ließ im Abstrakten Expressionismus Farbe auf die am Boden liegende Leinwand tropfen. Andy Warhol malte Suppendosen, die Pop-Art eroberte die Galerien, und Bridget Riley ließ in der Op-Art Muster vor dem Auge flimmern. Die Minimal Art stellte schlichte Kästen in den Raum, Fluxus verwandelte Konzerte in Aktionen, und Robert Smithson legte mit der Land Art eine Spirale aus Steinen in den Großen Salzsee. Heute sprüht und klebt die Street Art an Hauswände, und Banksy ließ 2018 ein eigenes Bild direkt nach der Versteigerung zerschreddern.
Sechzehn Fragen führen durch gut hundert Jahre Moderne und Gegenwart.
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