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Malerei lernen
13 Fragen · Kunst
Rund um Malerei: Weil der Putz nur wenige Stunden feucht bleibt, muss ein Fresko zügig in Tagesabschnitten („giornate“) gemalt werden: Korrekturen sind kaum möglich. Berühmte Beispiele sind Michelangelos Sixtinische Decke und Raffaels Räume im Vatikan. Weil Tempera fast sofort trocknet, baut man Flächen aus feinen Strichen und Schraffuren auf statt aus weichen Übergängen. In der italienischen Frührenaissance (etwa bei Botticelli) war sie Standard, bis die Ölmalerei sie ab dem 15. Jahrhundert verdrängte.
In dünnen, durchscheinenden Schichten (Lasuren) aufgetragen, erzeugt Ölfarbe tiefe, leuchtende Farben und feinste Details. Ab dem 16. Jahrhundert wurde sie in ganz Europa zur wichtigsten Maltechnik: von Rembrandt bis in die Moderne. Schon Leonardo da Vinci nutzte weiche Hell-Dunkel-Übergänge, damit Figuren plastisch wirken. Im Barock steigerten Caravaggio und Rembrandt den Effekt zu bühnenreifer Dramatik mit tiefen Schatten und gezieltem Licht.
Gut zu wissen: „Fresko“ kommt vom italienischen „fresco“ = frisch: gemeint ist der frische, feuchte Putz.
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