In welcher Stadt wurde Albert Speer 1905 geboren?
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Mannheim
Er stammte aus einer wohlhabenden Architektenfamilie und wuchs in Heidelberg auf.
11 Fragen · Geschichte
Albert Speer, 1905 in Mannheim geboren, war Hitlers Architekt und später sein Rüstungsminister und nach dem Krieg der geschickteste Erzähler seiner eigenen Unschuld. Der junge Architekt trat 1931 in die NSDAP ein und fiel Hitler durch Bühnenbauten auf. Für die Reichsparteitage in Nürnberg inszenierte er den „Lichtdom“ aus 130 Flakscheinwerfern, 1938/39 baute er in Berlin die Neue Reichskanzlei. Mit Hitler plante er den Umbau Berlins zur Welthauptstadt „Germania“; für die geplanten Schneisen wurden jüdische Mieter aus ihren Wohnungen vertrieben. 1942 übernahm er nach dem Tod Fritz Todts das Rüstungsministerium. Er steigerte die Produktion trotz Bombenkrieg, mit Millionen Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen, die unter mörderischen Bedingungen schufteten. Im Nürnberger Prozess gab er sich als unpolitischer Technokrat, der Verantwortung übernahm, aber von nichts gewusst habe. Das bewahrte ihn vor dem Galgen: Er wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nach der Entlassung aus Spandau wurden seine „Erinnerungen“ 1969 ein Bestseller. Die Legende vom „guten Nazi“ hielt sich jahrzehntelang; Historiker haben inzwischen belegt, wie viel Speer vom Massenmord wusste und wie tief er in die Verbrechen verstrickt war. Er starb 1981 während einer Reise in London.
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Mannheim
Er stammte aus einer wohlhabenden Architektenfamilie und wuchs in Heidelberg auf.
Foto: Atelier Binder (Bundesarchiv, Bild 146II-277) · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons
Albert Speer
Porträtaufnahme des Berliner Ateliers Binder.
Architekt
Er studierte in Karlsruhe, München und Berlin und war Assistent bei Heinrich Tessenow.
Lichtdom
Die Lichtsäulen reichten mehrere Kilometer in den Himmel und verwandelten die Kundgebung in ein pseudoreligiöses Schauspiel.
Neue Reichskanzlei
Besucher mussten über 200 Meter durch Hallen und Galerien bis zu Hitlers Arbeitszimmer gehen: sie sollten sich klein fühlen.
💡 Wusstest du? Die Ruine wurde nach 1945 abgetragen; ihr Marmor soll unter anderem im sowjetischen Ehrenmal in Treptow verbaut sein.
Germania
Herzstück sollte eine Kuppelhalle für 180.000 Menschen werden. Für die Pläne wurden ab 1939 Tausende jüdische Mieter aus ihren Wohnungen vertrieben.
Rüstungsministerium
Unter ihm erreichte die Rüstungsproduktion 1944 ihren Höhepunkt: trotz der alliierten Luftangriffe.
Zwangsarbeiter
Im unterirdischen Werk „Mittelbau-Dora“ bei Nordhausen, wo die V2-Rakete gebaut wurde, starben Tausende Häftlinge.
20 Jahre
Er verbüßte die Strafe vollständig im Gefängnis Spandau und kam 1966 frei.
Erinnerungen
Das Buch wurde ein Welterfolg und prägte lange das Bild vom verführten Technokraten; der Verleger Wolf Jobst Siedler und Joachim Fest hatten es mitgestaltet.
London
Er war für ein Interview mit der BBC angereist und erlitt dort einen Schlaganfall.
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