In welchem Ort in Bayerisch-Schwaben wurde Claus von Stauffenberg 1907 geboren?
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Jettingen
Aufgewachsen ist er vor allem in Stuttgart, wo sein Vater Oberhofmarschall des württembergischen Königs war.
10 Fragen · Geschichte
Claus Schenk Graf von Stauffenberg, 1907 im schwäbischen Jettingen in eine katholische Adelsfamilie geboren, legte am 20. Juli 1944 die Bombe, die Hitler töten sollte: das bekannteste Attentat des deutschen Widerstands. Als junger Offizier begrüßte er manches am NS-Staat; wie viele Konservative hoffte er auf nationale Größe. Die Massenverbrechen im Osten, von denen er als Generalstabsoffizier erfuhr, und die sinnlose Kriegsführung wandelten ihn zum Gegner. Im April 1943 wurde er in Tunesien schwer verwundet: Er verlor die rechte Hand, zwei Finger der linken und das linke Auge. Geprägt hatte ihn seit der Jugend der Kreis um den Dichter Stefan George. Als Oberst und Stabschef beim Ersatzheer hatte er Zugang zu Hitlers Lagebesprechungen. Die Verschwörer um Henning von Tresckow und Ludwig Beck nutzten dafür „Walküre“, einen Notfallplan für innere Unruhen. Am 20. Juli 1944 stellte Stauffenberg in der Wolfsschanze eine Aktentasche mit Sprengstoff ab. Die Explosion tötete vier Menschen, Hitler überlebte leicht verletzt. Der Umsturz in Berlin brach noch am selben Abend zusammen. Stauffenberg wurde kurz nach Mitternacht im Hof des Bendlerblocks erschossen. Rund 200 Beteiligte wurden hingerichtet. Heute erinnert dort die Gedenkstätte Deutscher Widerstand an sie; 2008 spielte Tom Cruise ihn im Kinofilm „Operation Walküre“.
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Jettingen
Aufgewachsen ist er vor allem in Stuttgart, wo sein Vater Oberhofmarschall des württembergischen Königs war.
Foto: Unbekannt · CC0 · Wikimedia Commons
Claus von Stauffenberg
Stauffenberg vor seiner Verwundung 1943.
Stefan George
Stauffenberg und seine Brüder verehrten den Dichter; dessen Ideal eines „geheimen Deutschland“ prägte ihr Selbstverständnis.
Tunesien
Ein Tieffliegerangriff kostete ihn die rechte Hand, zwei Finger der linken Hand und das linke Auge.
Oberst
Als Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres, Friedrich Fromm, durfte er an Hitlers Lagebesprechungen teilnehmen.
Walküre
Der Plan sollte bei inneren Unruhen das Ersatzheer mobilisieren; die Verschwörer wollten damit nach Hitlers Tod die Macht übernehmen und SS und Partei ausschalten.
Wolfsschanze
Das Hauptquartier lag in Ostpreußen bei Rastenburg. Weil die Besprechung in einer Holzbaracke statt im Bunker stattfand, verpuffte ein Teil der Druckwelle.
vier
Ein Stenograf starb sofort, drei Offiziere später an ihren Verletzungen. Hitler erlitt nur leichte Verletzungen.
Bendlerblock
Generaloberst Fromm ließ ihn und drei Mitverschwörer eilig erschießen: wohl auch, um seine eigene Mitwisserschaft zu vertuschen.
💡 Wusstest du? Heute befindet sich dort die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, und im Hof werden Bundeswehrrekruten vereidigt.
Tom Cruise
Weil Cruise Scientologe ist, gab es vor den Dreharbeiten im Bendlerblock heftige Debatten.
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