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Dietrich Bonhoeffer lernen

10 Fragen · Geschichte

Dietrich Bonhoeffer, 1906 in Breslau geboren und in einer großbürgerlichen Berliner Professorenfamilie aufgewachsen, war einer der klarsten Köpfe des kirchlichen Widerstands: ein Theologe, der vom Glauben zur Tat überging. Schon zwei Tage nach Hitlers Machtübernahme warnte er im Rundfunk vor einem „Führer“, der zum „Verführer“ werde. Er stellte sich gegen die Deutschen Christen und schloss sich der Bekennenden Kirche an, die sich dem Zugriff des Staates widersetzte. Ab 1935 leitete er in Finkenwalde bei Stettin ein illegales Predigerseminar. 1939 war er in den USA in Sicherheit und kehrte nach wenigen Wochen bewusst nach Deutschland zurück, weil er am Wiederaufbau nach dem Krieg nur teilhaben könne, wenn er die Not jetzt teile. Getarnt als Mitarbeiter der militärischen Abwehr knüpfte er Kontakte zu ausländischen Kirchen und half, Juden in die Schweiz zu retten. Im April 1943 wurde er verhaftet und saß im Wehrmachtgefängnis Berlin-Tegel. Aus der Haft schrieb er Briefe, die später als „Widerstand und Ergebung“ weltberühmt wurden, und zum Jahreswechsel 1944/45 das Gedicht „Von guten Mächten“. Nach dem Scheitern des 20. Juli ließ Hitler ihn im KZ Flossenbürg am 9. April 1945 hinrichten: wenige Wochen, bevor amerikanische Truppen das Lager befreiten.

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Alle Fragen mit Lösung

In welcher schlesischen Stadt wurde Dietrich Bonhoeffer 1906 geboren?

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Breslau

Er war das sechste von acht Kindern; 1912 zog die Familie nach Berlin, wo der Vater Karl Bonhoeffer Psychiatrie lehrte.

Dietrich Bonhoeffer

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1987-074-16 · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Wer ist hier zu sehen?

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Dietrich Bonhoeffer

Porträt Dietrich Bonhoeffers aus den 1930er-Jahren.

Welcher kirchlichen Bewegung gegen die Gleichschaltung schloss sich Bonhoeffer an?

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Bekennende Kirche

Sie wehrte sich gegen die NS-treuen „Deutschen Christen“, die Juden aus der Kirche ausschließen wollten.

💡 Wusstest du? Bonhoeffer ging weiter als viele Mitstreiter: Er verlangte, die Kirche müsse auch für verfolgte Juden eintreten, die nicht getauft waren.

In welchem Ort bei Stettin leitete Bonhoeffer ab 1935 ein illegales Predigerseminar?

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Finkenwalde

Die Gestapo schloss das Seminar 1937; Bonhoeffer setzte die Ausbildung danach im Verborgenen fort.

Aus welchem Land kehrte Bonhoeffer im Sommer 1939 bewusst nach Deutschland zurück?

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USA

Freunde hatten ihm in New York eine sichere Stelle verschafft; nach wenigen Wochen reiste er zurück.

Für welchen militärischen Geheimdienst arbeitete Bonhoeffer ab 1940 als Tarnung für den Widerstand?

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Abwehr

Unter Admiral Canaris und Hans Oster war die Abwehr ein Zentrum der Verschwörung; Bonhoeffers Schwager Hans von Dohnanyi arbeitete dort.

In welchem Berliner Gefängnis saß Bonhoeffer ab April 1943?

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Tegel

Ein Wärter schmuggelte seine Briefe hinaus: vor allem an seinen Freund Eberhard Bethge.

Unter welchem Titel erschienen Bonhoeffers Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft?

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Widerstand und Ergebung

Eberhard Bethge gab sie 1951 heraus; das Buch gehört zu den meistgelesenen theologischen Werken des 20. Jahrhunderts.

Welches Gedicht schrieb Bonhoeffer zum Jahreswechsel 1944/45 in Gestapo-Haft?

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Von guten Mächten

Er schickte es seiner Verlobten Maria von Wedemeyer und seiner Mutter; vertont wird es bis heute in Gottesdiensten gesungen.

In welchem Konzentrationslager wurde Bonhoeffer am 9. April 1945 hingerichtet?

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Flossenbürg

Mit ihm starben Admiral Canaris und Hans Oster. Zwei Wochen später befreiten US-Truppen das Lager.

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