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Hans Scholl lernen

10 Fragen · Geschichte

Hans Scholl, 1918 im württembergischen Ingersheim geboren und in Forchtenberg und Ulm aufgewachsen, war der Kopf der Weißen Rose: der studentischen Widerstandsgruppe, die mit Flugblättern gegen Hitler kämpfte. Als Jugendlicher war er begeistert in der Hitlerjugend und trug 1936 beim Reichsparteitag in Nürnberg die Fahne seines Fähnleins. Doch die Gleichschaltung, die ihm seine eigenen Jugendgruppen verbot, und eine Verhaftung wegen „bündischer Umtriebe“ ernüchterten ihn. In München studierte er Medizin; als Sanitäter erlebte er 1942 an der Ostfront die Verbrechen hinter den Linien. Im Sommer 1942 verfasste er mit Alexander Schmorell die ersten Flugblätter der Weißen Rose, die sie an Intellektuelle verschickten. Später kamen seine Schwester Sophie, Christoph Probst, Willi Graf und der Professor Kurt Huber hinzu; insgesamt entstanden sechs Flugblätter. Sie riefen zu passivem Widerstand auf und benannten offen den Mord an den Juden. Am 18. Februar 1943 warfen Hans und Sophie Scholl Flugblätter in den Lichthof der Münchner Universität. Der Hausmeister entdeckte sie. Vier Tage später verurteilte sie der Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode, noch am selben Tag wurden sie im Gefängnis Stadelheim enthauptet. Hans Scholl soll zuletzt gerufen haben: „Es lebe die Freiheit!“

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Alle Fragen mit Lösung

In welchem württembergischen Ort wurde Hans Scholl 1918 geboren?

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Ingersheim

Sein Vater Robert Scholl war dort Bürgermeister; später zog die Familie nach Forchtenberg und 1932 nach Ulm.

Hans Scholl

Foto: Unbekannt · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Wer ist hier zu sehen?

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Hans Scholl

Hans Scholl am 20. Februar 1943 in Gestapo-Haft: zwei Tage vor seiner Hinrichtung.

💡 Wusstest du? Das Foto von 1942 in Sanitätsuniform, das oft gezeigt wird, stammt aus einer Zeitung und ist nicht frei lizenziert.

Welcher NS-Organisation gehörte Hans Scholl als Jugendlicher zunächst begeistert an?

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Hitlerjugend

Sein Vater, ein Gegner der Nationalsozialisten, war darüber entsetzt. Die Begeisterung kippte, als Hans merkte, wie wenig Freiheit dort blieb.

Welches Fach studierte Hans Scholl in München?

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Medizin

Als Medizinstudent musste er in den Semesterferien als Sanitäter an die Front: 1942 in die Sowjetunion.

Welche Widerstandsgruppe gründete Hans Scholl 1942 mit Alexander Schmorell?

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Weiße Rose

Die ersten vier Flugblätter trugen den Titel „Flugblätter der Weißen Rose“; woher der Name stammt, hat Hans Scholl nie eindeutig erklärt.

Wie viele Flugblätter verfasste die Weiße Rose insgesamt?

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sechs

Das sechste Flugblatt schrieb Professor Kurt Huber. Britische Flugzeuge warfen es später tausendfach über Deutschland ab.

In welchem Gebäude warfen Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 Flugblätter in den Lichthof?

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Ludwig-Maximilians-Universität

Der Hausmeister Jakob Schmid hielt sie fest und übergab sie der Gestapo.

💡 Wusstest du? Heute erinnert ein Denkmal aus in den Boden eingelassenen Flugblättern vor dem Hauptgebäude an die Weiße Rose.

Welcher Präsident des Volksgerichtshofs verurteilte Hans Scholl zum Tode?

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Roland Freisler

Freisler war eigens aus Berlin nach München gereist. Der Prozess dauerte nur wenige Stunden.

💡 Wusstest du? Freisler starb 1945 bei einem Bombenangriff im Gerichtsgebäude.

In welchem Münchner Gefängnis wurde Hans Scholl am 22. Februar 1943 hingerichtet?

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Stadelheim

Er, seine Schwester Sophie und Christoph Probst wurden noch am Tag des Urteils mit dem Fallbeil getötet.

Welche letzten Worte werden Hans Scholl vor seiner Hinrichtung zugeschrieben?

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Es lebe die Freiheit!

Die Worte überlieferten Gefängnisbeamte. Sie wurden zum Leitsatz der Erinnerung an die Weiße Rose.

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