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Heinrich Himmler lernen
11 Fragen · Geschichte
Heinrich Himmler, 1900 in München als Sohn eines Gymnasiallehrers geboren, war nach Hitler der mächtigste Mann des NS-Staats und der Hauptverantwortliche für den Holocaust.
Nichts an dem kurzsichtigen, pedantischen Diplom-Landwirt wirkte bedrohlich. Er hatte Landwirtschaft studiert, züchtete kurz Hühner und fand über völkische Verbände zur NSDAP. 1929 übernahm er als Reichsführer SS eine kleine Leibwache von rund 280 Mann und formte sie zu einem Staat im Staat. Schon im März 1933 ließ er als Münchner Polizeipräsident das Konzentrationslager Dachau errichten: das Vorbild aller weiteren Lager.
Himmler verband Bürokratie mit Wahn: Auf der Wewelsburg in Westfalen wollte er ein Ordenszentrum der SS schaffen, mit dem Verein Lebensborn die Zahl „arischer“ Kinder steigern. Zugleich wuchs sein Apparat: Polizei, Gestapo, Konzentrationslager, ab 1943 auch das Reichsinnenministerium. Hinter der Ostfront erschossen seine Einsatzgruppen Hunderttausende Juden; in Posen sprach er im Oktober 1943 vor SS-Führern offen über die Vernichtung.
Im April 1945 verhandelte er über den Schweden Folke Bernadotte heimlich mit den Westalliierten: Hitler stieß ihn daraufhin aus der Partei. Mit falschen Papieren untergetaucht, wurde er von britischen Soldaten festgenommen und tötete sich im Mai 1945 in Lüneburg mit einer Giftkapsel. Vor ein Gericht kam er nie.
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