In welchem Ort bei Halberstadt wurde Martin Bormann 1900 geboren?
Lösung zeigen
Wegeleben
Sein Vater war Postbeamter; nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Bormann als Gutsverwalter in Mecklenburg.
9 Fragen · Geschichte
Martin Bormann, 1900 in Wegeleben bei Halberstadt geboren, war der Mann im Schatten: kaum bekannt in der Öffentlichkeit, aber in den letzten Kriegsjahren einer der mächtigsten Männer des Regimes. Schon 1923 beteiligte er sich in Mecklenburg mit dem späteren Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß an einem Fememord und saß dafür ein Jahr in Haft. In der NSDAP machte er Karriere als Verwalter: Er organisierte Hilfskassen und Finanzen und baute für Hitler den Obersalzberg bei Berchtesgaden zum abgeriegelten „Führersperrgebiet“ aus. Zu Hitlers 50. Geburtstag ließ er das Kehlsteinhaus auf den Berg setzen. Nach Rudolf Heß' Englandflug 1941 übernahm Bormann die Parteikanzlei, 1943 wurde er „Sekretär des Führers“. Er entschied, wer zu Hitler vorgelassen wurde, und trieb den Kampf gegen die Kirchen und die Verfolgung der Juden mit eigenen Erlassen voran. In Hitlers Testament als Parteiminister vorgesehen, versuchte er in der Nacht zum 2. Mai 1945, aus dem eingeschlossenen Berlin auszubrechen, und nahm sich dabei das Leben. Weil man seine Leiche nicht fand, verurteilte ihn das Nürnberger Tribunal in Abwesenheit zum Tode, und jahrzehntelang kursierten Gerüchte über eine Flucht nach Südamerika. Erst 1972 wurde sein Skelett bei Bauarbeiten in Berlin gefunden; eine DNA-Analyse bestätigte es 1998.
Kostenlos übenIn PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.
Wegeleben
Sein Vater war Postbeamter; nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Bormann als Gutsverwalter in Mecklenburg.
Foto: Friedrich Franz Bauer (Bundesarchiv, Bild 146-1968-100-21A) · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons
Martin Bormann
Bormann in der Uniform eines hohen NSDAP-Funktionärs.
Rudolf Höß
Das Opfer, ein ehemaliger Volksschullehrer, galt den Tätern als Verräter. Bormann kam mit einem Jahr Gefängnis davon, Höß erhielt zehn Jahre.
Obersalzberg
Anwohner wurden zum Verkauf gedrängt oder enteignet; Bormann ließ Kasernen, Gästehäuser und einen Gutshof bauen.
💡 Wusstest du? Heute informiert dort die Dokumentation Obersalzberg über die Geschichte des Ortes.
Kehlsteinhaus
Hitler besuchte es nur selten: angeblich wegen Höhenangst. Heute ist es ein Ausflugslokal.
Parteikanzlei
Über sie kontrollierte er die gesamte Partei; 1943 wurde er zusätzlich „Sekretär des Führers“.
Parteiminister
Bormann war auch Trauzeuge bei Hitlers Hochzeit mit Eva Braun am 29. April 1945.
Todesstrafe
Er war der einzige Angeklagte, der nicht im Saal saß: niemand wusste sicher, ob er noch lebte.
1972
Die Knochen lagen nahe dem Lehrter Bahnhof. 1998 bestätigte ein DNA-Vergleich mit einem Verwandten die Identität; seine Asche wurde in der Ostsee verstreut.
Zur Startseite · Alle Themen · Impressum · Datenschutz · AGB · Kontakt