In welcher mährischen Stadt wurde Oskar Schindler 1908 geboren?
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Zwittau
Die Stadt gehörte damals zu Österreich-Ungarn, später zur Tschechoslowakei; sein Vater besaß eine Landmaschinenfabrik.
10 Fragen · Geschichte
Oskar Schindler, 1908 im mährischen Zwittau geboren, war ein Lebemann, Spion und Kriegsgewinnler und rettete trotzdem rund 1200 Menschen vor dem Tod. Vor dem Krieg spionierte der Sudetendeutsche für den deutschen Geheimdienst Abwehr in der Tschechoslowakei und trat 1939 in die NSDAP ein. Nach dem Überfall auf Polen übernahm er in Krakau eine Emaillewarenfabrik, beschäftigte billige jüdische Zwangsarbeiter aus dem Ghetto und wurde reich. Doch je brutaler die Verfolgung wurde, desto mehr wandelte sich sein Geschäft in eine Rettungsaktion. Mit Bestechung, Charme und Schwarzmarktwaren hielt er die SS von seinen Arbeitern fern, auch vom Kommandanten des Lagers Płaszów, Amon Göth. Als die Rote Armee 1944 näher rückte, verlegte er seine Fabrik ins mährische Brünnlitz und nahm die Menschen auf seiner berühmten Liste mit. Seine Frau Emilie versorgte die Kranken und holte halb erfrorene Häftlinge aus einem Zug. Fast alle überlebten. Nach dem Krieg scheiterte Schindler als Unternehmer in Argentinien und Deutschland und lebte von der Unterstützung der Geretteten. 1993 ehrte ihn die Gedenkstätte Yad Vashem mit seiner Frau als „Gerechte unter den Völkern“. Begraben ist er auf dem Berg Zion in Jerusalem. Weltbekannt machte ihn Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ mit Liam Neeson.
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Zwittau
Die Stadt gehörte damals zu Österreich-Ungarn, später zur Tschechoslowakei; sein Vater besaß eine Landmaschinenfabrik.
Foto: Unbekannt · Public domain · Wikimedia Commons
Oskar Schindler
Porträt Oskar Schindlers.
Abwehr
1938 wurde er von den tschechoslowakischen Behörden verhaftet und wegen Spionage angeklagt; ihm drohte die Todesstrafe: das Münchner Abkommen befreite ihn.
Krakau
Die „Deutsche Emailwarenfabrik“ lag im Stadtteil Zabłocie; heute ist dort ein Museum über die Besatzungszeit.
Brünnlitz
Die Arbeiter auf seiner Liste entgingen so der Deportation nach Auschwitz; 300 Frauen, die doch dorthin verschleppt wurden, holte er zurück.
rund 1200 Menschen
Heute leben weltweit mehrere Tausend Nachkommen der „Schindlerjuden“.
Gerechte unter den Völkern
Der Titel ehrt Nichtjuden, die unter Lebensgefahr Juden gerettet haben; Schon 1962 durfte Oskar Schindler in Yad Vashem einen Baum in der Allee der Gerechten pflanzen.
Liam Neeson
Der Film gewann sieben Oscars, darunter den für den besten Film. Grundlage war der Roman von Thomas Keneally.
Hildesheim
Er lebte zuletzt verarmt in Frankfurt am Main und wurde auf eigenen Wunsch in Jerusalem begraben.
Berg Zion
Er ist der einzige frühere NSDAP-Angehörige, der dort begraben ist. Besucher legen nach jüdischem Brauch Steine auf sein Grab.
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