In welcher badischen Kurstadt wurde Rudolf Höß 1901 geboren?
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Baden-Baden
Sein streng katholischer Vater wollte ihn zum Priester bestimmen; Höß meldete sich stattdessen mit 15 Jahren zum Kriegsdienst.
11 Fragen · Geschichte
Rudolf Höß, 1901 in Baden-Baden geboren, war der erste und am längsten amtierende Kommandant von Auschwitz: des größten Vernichtungslagers des NS-Staats. Schon als junger Mann war er Teil der gewaltbereiten Rechten: 1923 beteiligte er sich an einem Fememord und saß dafür im Zuchthaus. Nach der Amnestie trat er in die SS ein und lernte den Lagerdienst in Dachau und Sachsenhausen. 1940 wurde er Kommandant des neuen Lagers Auschwitz. Unter seiner Leitung wurde es zur Todesfabrik: In Birkenau ließ er Gaskammern und Krematorien bauen und das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B für den Massenmord einsetzen. Rund 1,1 Millionen Menschen wurden in Auschwitz ermordet, die allermeisten Juden. Wenige Meter hinter der Lagermauer lebte Höß mit Frau und fünf Kindern in einer Villa mit Garten: ein Kontrast, den der Film „The Zone of Interest“ 2023 eindringlich zeigt. Nach dem Krieg tauchte er als Landarbeiter unter, wurde 1946 von britischen Ermittlern gefasst und sagte im Nürnberger Prozess als Zeuge aus. In polnischer Haft schrieb er seine Aufzeichnungen, die 1958 als „Kommandant in Auschwitz“ erschienen. Das Oberste Volkstribunal in Warschau verurteilte ihn zum Tode; im April 1947 wurde er in Auschwitz gehängt, neben dem ersten Krematorium des Stammlagers.
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Baden-Baden
Sein streng katholischer Vater wollte ihn zum Priester bestimmen; Höß meldete sich stattdessen mit 15 Jahren zum Kriegsdienst.
Foto: Polska Agencja Prasowa · Public domain · Wikimedia Commons
Rudolf Höß
Höß 1947 vor dem Obersten Volkstribunal in Warschau.
Mord
Rechtsradikale hatten in Parchim einen angeblichen Verräter totgeschlagen; unter den Tätern war auch Martin Bormann.
💡 Wusstest du? Nach einer Amnestie kam Höß schon 1928 wieder frei.
Auschwitz
Aus einer ehemaligen Kaserne bei Oświęcim wurde das größte Konzentrations- und Vernichtungslager.
Zyklon B
Das blausäurehaltige Mittel wurde ab September 1941 zunächst an sowjetischen Kriegsgefangenen erprobt.
💡 Wusstest du? Die Lieferfirma Tesch & Stabenow wurde nach dem Krieg verurteilt, zwei ihrer Verantwortlichen hingerichtet.
rund 1,1 Millionen
Rund 90 Prozent der Opfer waren Juden; hinzu kamen Polen, Sinti und Roma sowie sowjetische Kriegsgefangene.
💡 Wusstest du? Höß selbst nannte im Verhör die Zahl von 2,5 Millionen; die Forschung hat sie auf rund 1,1 Millionen korrigiert.
The Zone of Interest
Regisseur Jonathan Glazer zeigt die Morde nie direkt: man hört sie nur. Der Film gewann 2024 zwei Oscars.
Zeuge
Geladen hatte ihn die Verteidigung Ernst Kaltenbrunners; seine nüchterne Schilderung des Massenmords belastete die Angeklagten schwer.
Warschau
Der Prozess dauerte knapp drei Wochen; Höß bestritt die Taten nicht.
Kommandant in Auschwitz
Das Institut für Zeitgeschichte gab sie heraus. Sie gelten als erschütterndes Zeugnis, weil Höß den Massenmord wie eine Verwaltungsaufgabe schildert.
Auschwitz
Der Galgen stand neben dem ersten Krematorium des Stammlagers: an dem Ort seiner Verbrechen.
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