Welche Strömung um Sartre sagt, der Mensch sei zuerst da und entwerfe erst dann sein Wesen?
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Existenzialismus
Der Mensch schafft seinen Sinn selbst.
💡 Wusstest du? Sartre und Camus prägten ihn.
10 Fragen · Philosophie
Was können wir wissen, und was ist eigentlich wirklich? Die philosophischen Strömungen (die vielen Lehren auf -ismus) geben darauf sehr verschiedene, oft unvereinbare Antworten. Sie zu kennen heißt, die Grundmuster des abendländischen Denkens zu kennen. Beim Wissen streiten zwei Lager. Der Empirismus sieht die Sinneserfahrung als einzige Quelle sicherer Erkenntnis: Der Geist beginnt als unbeschriebenes Blatt. Der Rationalismus hält dagegen die Vernunft für die wichtigste Quelle: manche Wahrheiten, etwa mathematische, erkennt man ohne jeden Blick nach draußen. Dazwischen steht der Skeptizismus, der grundsätzlich daran zweifelt, dass sichere Erkenntnis überhaupt möglich ist. Der Pragmatismus wiederum entzieht sich dem Streit: Er misst Wahrheit daran, ob eine Idee praktisch funktioniert. Bei der Frage nach der Wirklichkeit stehen sich Materialismus und Idealismus gegenüber. Der eine erklärt, nur das Materielle, Stoffliche existiere wirklich; der andere sieht Ideen, Geist oder Bewusstsein als das eigentlich Grundlegende. Der Determinismus behauptet, alles Geschehen sei durch Ursachen vorherbestimmt: was den freien Willen zum Problem macht. Der ganze Zweig, der solche Fragen nach dem Sein und der Wirklichkeit behandelt, heißt Metaphysik. Und der Mensch? Der Existenzialismus setzt mit dem Satz an, die Existenz gehe der Essenz voraus: Wir kommen ohne fertigen Bauplan zur Welt und müssen uns selbst entwerfen. Der Nihilismus geht noch einen Schritt weiter und leugnet jeden objektiven Sinn oder Wert des Daseins.
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Existenzialismus
Der Mensch schafft seinen Sinn selbst.
💡 Wusstest du? Sartre und Camus prägten ihn.
Empirismus
„Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen war.“
💡 Wusstest du? Locke und Hume sind bekannte Empiristen.
Rationalismus
Descartes und Leibniz zählen dazu.
💡 Wusstest du? Er bildet den Gegenpol zum Empirismus.
Skeptizismus
Er fordert, jede Behauptung zu prüfen.
💡 Wusstest du? „Skeptisch sein“ heißt „zweifelnd prüfen“.
Pragmatismus
Er entstand in den USA um William James.
💡 Wusstest du? „Wahr ist, was sich bewährt.“
Nihilismus
Das Wort kommt vom lateinischen „nihil“ (nichts).
💡 Wusstest du? Nietzsche sah in ihm eine große Gefahr.
Materialismus
Auch Geist und Gedanken beruhen demnach auf Materie.
💡 Wusstest du? Er ist der Gegenpol zum Idealismus.
Idealismus
Platon und Hegel gelten als Idealisten.
💡 Wusstest du? Die Wirklichkeit ist demnach vor allem geistig geformt.
Determinismus
Er stellt die Frage nach dem freien Willen.
💡 Wusstest du? Sein Gegenteil ist der Indeterminismus.
Metaphysik
Die Metaphysik fragt nach dem, was hinter der sichtbaren Welt liegt: Was ist Sein, Zeit, Ursache, Wirklichkeit? Sie ist eine der ältesten Disziplinen der Philosophie.
💡 Wusstest du? Der Name entstand zufällig: er bezeichnete die Schriften, die bei Aristoteles „nach der Physik“ eingeordnet waren.
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