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Epikur lernen

13 Fragen · Philosophie

Epikur, 341 v. Chr. auf der Insel Samos als Sohn athenischer Siedler geboren, kauft um 306 v. Chr. in Athen ein Grundstück mit Garten und gründet dort eine Philosophenschule, die schlicht „der Garten" (Kepos) heißt. Sie ist für die Antike revolutionär: Auch Frauen und Sklaven sind willkommen, gelebt wird zurückgezogen in freundschaftlicher Gemeinschaft. Über dem Eingang soll gestanden haben: „Fremder, hier wirst du es gut haben; hier ist die Lust das höchste Gut." Genau dieser Satz brachte Epikur den bis heute anhaltenden Ruf des Genussmenschen ein; ein großes Missverständnis. Denn die Lust (hedone), die er meint, ist keine Völlerei, sondern vor allem die Abwesenheit von Schmerz und Unruhe: Ein Stück Käse, sagt er, mache ihm ein Festmahl. Ziel ist die Ataraxie, die unerschütterliche Seelenruhe. Dazu gehört, unnötige Wünsche zu durchschauen und die größten Ängste loszuwerden: allen voran die Angst vor den Göttern, die sich um Menschen gar nicht kümmern, und die Angst vor dem Tod. Dagegen setzt Epikur sein berühmtestes Argument: „Der Tod geht uns nichts an. Denn solange wir sind, ist der Tod nicht da; wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr." Die Welt erklärt er mit Demokrits Atomlehre: Alles besteht aus Atomen und Leerem: auch die Seele, die sich mit dem Tod einfach auflöst. Sein Rat „Lebe im Verborgenen" empfiehlt den Rückzug aus der Politik ins private Glück der Freundschaft, für Epikur das größte Gut überhaupt. Von rund 300 Schriften sind nur drei Lehrbriefe und Spruchsammlungen erhalten; das meiste Wissen verdanken wir dem römischen Dichter Lukrez. Wusstest du, dass Epikur trotz jahrelanger, qualvoller Krankheit an seinem letzten Tag schrieb, die Freude über die Erinnerung an die Gespräche mit Freunden wiege alle Schmerzen auf? Er starb 270 v. Chr. in Athen: heiter bis zuletzt.

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In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.

Alle Fragen mit Lösung

Wie hieß die von Epikur in Athen gegründete Philosophenschule?

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der Garten

Revolutionär für die Antike: Auch Frauen und Sklaven waren willkommen.

💡 Wusstest du? Seine Schule hieß schlicht „der Garten“, weil sie sich in einem solchen traf: dort lehrte er auch Frauen und Sklaven, was ungewöhnlich war.

Was ist nach Epikur das höchste Gut?

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die Lust

Kein Aufruf zur Völlerei: Ein Stück Käse, sagte er, mache ihm ein Festmahl.

💡 Wusstest du? Epikur meinte mit „Lust“ nicht Ausschweifung, sondern die Abwesenheit von Schmerz und Furcht: ein bescheidenes, ruhiges Leben.

Wie heißt der Zustand unerschütterlicher Seelenruhe, den Epikur anstrebt?

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Ataraxie

Erreicht wird sie durch Genügsamkeit, Freundschaft und das Durchschauen unnötiger Ängste.

💡 Wusstest du? „Ataraxie“ ist die unerschütterliche Seelenruhe: das eigentliche Ziel des epikureischen Lebens.

Wie lautet Epikurs berühmtes Argument gegen die Todesfurcht?

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Der Tod geht uns nichts an

Denn Gutes und Schlechtes gibt es nur in der Empfindung und der Tod ist das Ende aller Empfindung.

💡 Wusstest du? „Solange wir da sind, ist der Tod nicht da; ist der Tod da, sind wir nicht mehr“: daher sei die Todesfurcht unbegründet.

Mit wessen Atomlehre erklärte Epikur die Welt?

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Demokrit

Alles besteht aus Atomen und Leerem: auch die Seele, die sich mit dem Tod auflöst.

💡 Wusstest du? Epikur übernahm Demokrits Atomlehre: alles besteht aus Atomen im leeren Raum, auch die Seele.

Welche Rolle spielen die Götter nach Epikur für das Menschenleben?

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keine

Die Götter existieren, leben aber selig und ungestört in den Zwischenwelten: Grund zur Furcht sind sie nicht.

💡 Wusstest du? Deshalb galt Epikur frommen Zeitgenossen und später der Kirche als gefährlicher Gottesleugner.

Wie lautet Epikurs berühmter Lebensrat zum Rückzug aus der Öffentlichkeit?

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Lebe im Verborgenen

Statt Politik und Ruhm: das private Glück im Kreis der Freunde.

💡 Wusstest du? „Láthe biósas“ (lebe im Verborgenen): Glück findet man eher im privaten Kreis als im öffentlichen Ehrgeiz.

Was nannte Epikur das größte Mittel zu einem glücklichen Leben?

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Freundschaft

„Von allem, was die Weisheit für das Glück bereitstellt, ist das Größte die Gewinnung der Freundschaft."

💡 Wusstest du? Von allem, was zum Glück beiträgt, sei die Freundschaft das Größte, so Epikur.

Auf welcher Insel wurde Epikur 341 v. Chr. geboren?

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Samos

Als Sohn athenischer Siedler, wie 200 Jahre vor ihm Pythagoras ein berühmter Sohn der Insel.

💡 Wusstest du? Epikur wurde auf der Insel Samos geboren: derselben Insel wie Pythagoras.

Welcher (auf einem Missverständnis beruhende) Ruf haftet Epikur bis heute an?

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Genussmensch

Dabei lebte der Garten betont genügsam: „Epikureer" wurde trotzdem zum Wort für Schlemmer.

💡 Wusstest du? Epikur selbst trank meist Wasser und aß einfaches Brot.

Welcher römische Dichter überlieferte Epikurs Lehre im Lehrgedicht „De rerum natura"?

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Lukrez

Von Epikurs rund 300 Schriften sind nur drei Lehrbriefe und Spruchsammlungen erhalten.

💡 Wusstest du? Der Römer Lukrez fasste Epikurs Lehre im Lehrgedicht „De rerum natura“ zusammen: unsere wichtigste Quelle dazu.

Was schrieb der todkranke Epikur an seinem letzten Tag?

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Die Erinnerung an Freunde wiegt die Schmerzen auf

Er starb 270 v. Chr. in Athen nach langem Steinleiden: heiter bis zuletzt.

💡 Wusstest du? Todkrank an einem Nierenleiden schrieb er, die Freude an den Gesprächen mit Freunden überwiege alle Schmerzen.

Epikur

Foto: Jamie Heath · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Welcher Philosoph ist hier zu sehen?

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Epikur

Epikur war ein griechischer Philosoph, der das Glück in einem bescheidenen, angstfreien Leben und in der Freundschaft sah.

💡 Wusstest du? Der abfällige Begriff „Epikureer“ für einen reinen Genussmenschen verkennt seine Lehre von der maßvollen Lebensfreude.

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