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Platon lernen
13 Fragen · Philosophie
Platon, um 428 v. Chr. in eine vornehme Athener Familie geboren, träumt zunächst von einer Laufbahn in der Politik: bis zwei Erlebnisse alles ändern: die Begegnung mit Sokrates, dessen Schüler er wird, und dessen Hinrichtung 399 v. Chr., die ihn zutiefst erschüttert. Wenn eine Stadt ihren besten Mann tötet, so folgert er, dann sind ihre Verhältnisse von Grund auf falsch und nur die Philosophie kann zeigen, wie es besser ginge.
Platon schreibt seine Philosophie fast ausschließlich in Dialogen, mit Sokrates als Hauptfigur: Literatur und Denken in einem. Sein Kerngedanke ist die Ideenlehre: Die sichtbare Welt ist nur ein unvollkommenes Abbild einer ewigen Welt der Ideen, in der etwa „das Schöne" oder „das Gerechte" rein existieren. Wie ein Mensch aus der Welt der Schatten zur Wahrheit aufsteigt, erzählt sein berühmtes Höhlengleichnis: Gefangene halten Schatten an der Höhlenwand für die ganze Wirklichkeit: bis einer sich befreit und die Sonne erblickt. In seinem Hauptwerk, der „Politeia" (Der Staat), entwirft er einen Idealstaat, an dessen Spitze Philosophen regieren sollen: die berühmten „Philosophenkönige".
Um 387 v. Chr. gründet Platon in einem Hain bei Athen die Akademie: benannt nach dem Heros Akademos, das Urbild aller Hochschulen; sie besteht rund 900 Jahre, und ihr Name steckt bis heute im Wort „Akademie". Sein größter Schüler: Aristoteles, der zwanzig Jahre bei ihm lernt, und ihm später in vielem widerspricht.
Wusstest du, dass „Platon" wohl ein Spitzname war? Er bedeutet „der Breite": angeblich wegen seiner kräftigen Statur als Ringer. Platon stirbt um 348 v. Chr. hochbetagt in Athen. Der Philosoph Whitehead urteilte später, die gesamte europäische Philosophie sei nur „eine Reihe von Fußnoten zu Platon".
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