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Jahresrückblick 2003 lernen
20 Fragen · Zeitgeschehen
2003 stand im Schatten eines Krieges, der die Welt spaltete: Im März marschierten die USA und ihre „Koalition der Willigen“ im Irak ein, ohne UN-Mandat und gegen den erklärten Widerstand Deutschlands und Frankreichs. Bagdad fiel binnen Wochen, die behaupteten Massenvernichtungswaffen fand nie jemand, und im Dezember zogen Soldaten einen verwahrlosten Saddam Hussein aus einem Erdloch bei Tikrit. Auch sonst hielt das Jahr den Atem an: Die Raumfähre Columbia zerbrach beim Wiedereintritt, die neue Lungenkrankheit SARS legte Asien lahm, und ein Jahrhundertsommer mit wochenlanger Gluthitze forderte in Europa Zehntausende Leben. In Deutschland verkündete Kanzler Schröder die Agenda 2010 und läutete damit die größte Sozialreform der Nachkriegszeit ein: während an der Supermarktkasse plötzlich Pfand auf Dosen fällig wurde. Es gab auch Abschiede: vom Klonschaf Dolly, von Johnny Cash, von der Concorde, die im Herbst für immer landete. Und es gab Aufbrüche: das menschliche Genom wurde vollständig entziffert, in Georgien siegte die friedliche Rosenrevolution, und zwei Esten stellten ein Programm namens Skype ins Netz. Zwanzig Fragen zu einem aufgewühlten Jahr.
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