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Survival: Flugzeug & Fahrzeug lernen
15 Fragen · Technik
Die beruhigendste Zahl der Luftfahrt kennt kaum jemand: Die große Mehrheit aller Menschen, die in Flugzeugunglücke geraten, überlebt sie: bei den Unfällen der letzten Jahrzehnte stieg weit über die Hälfte, nach US-Untersuchungen sogar rund 95 Prozent der Insassen wieder aus. Ob man dazugehört, entscheidet sich oft in Momenten, auf die man sich vorbereiten kann. Flugzeuge müssen für die Zulassung in 90 Sekunden über die Hälfte der Ausgänge evakuierbar sein, und genau dafür ist das Ritual beim Einsteigen gedacht, das fast alle überblättern: die Reihen bis zum nächsten Notausgang zählen: in verrauchter Kabine ist Zählen das einzige Navigationssystem. Die Brace-Haltung, vorgebeugt mit gesichertem Kopf, verhindert den zweiten Aufprall des Körpers im Sitz; das Handgepäck bleibt zurück, denn der Koffer im Gang kostet die Menschen dahinter das Leben; und im Rauch kriecht man unten, wo Luft und Sicht noch wohnen. Das gefährlichste Verkehrsmittel bleibt trotzdem mit weitem Abstand das Auto und auch dort rettet Wissen: dass der Gurt der größte Lebensretter der Verkehrsgeschichte ist, dass man im Schneesturm beim Fahrzeug bleibt, den Motor nur sparsam laufen lässt und dabei den Auspuff vom Schnee freihält, weil sonst Kohlenmonoxid in die Kabine drückt. Stürzt ein Auto ins Wasser, zählen die ersten Sekunden, in denen die Elektrik noch lebt: Gurt lösen, Seitenscheibe öffnen oder mit dem Nothammer einschlagen (die Frontscheibe aus Verbundglas gibt nicht nach), Kinder zuerst, dann raus. Und im brennenden Tunnel gilt: Motor aus, Auto stehen lassen, den grünen Fluchtweg-Schildern nach; das Fahrzeug ist versichert, Sie nicht.
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