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Survival: Grundlagen lernen
16 Fragen · Natur
Die meisten Menschen, die in eine echte Überlebenslage geraten, sind keine Abenteurer. Es sind Wanderer, die eine Abzweigung verpasst haben, Autofahrer im Schneesturm, Pilzsucher, die die Dämmerung unterschätzen. Und die Statistik der Bergwachten erzählt immer dieselbe Geschichte: Gefährlich wird selten der Hunger: ein gesunder Mensch übersteht notfalls Wochen ohne Nahrung und nach der groben Dreierregel etwa drei Tage ohne Wasser. Gefährlich sind die drei Stunden, die eine ungeschützte, durchnässte Person in der Kälte bleiben kann, bevor die Auskühlung sie handlungsunfähig macht. Deshalb steht Schutz vor dem Wetter in fast jeder Lage vor allem anderen, und deshalb ist die tückischste Falle ausgerechnet der eigene Kopf: Panik verbrennt Energie, führt zu Sturzverletzungen und lässt Verirrte im Kreis laufen. Dagegen hilft ein Merkwort, das Rettungsdienste weltweit lehren: STOP: erst stehen bleiben, dann denken, beobachten, planen. Wer sein Fahrzeug oder Wrack verlässt, um „schnell Hilfe zu holen“, macht sich für Suchmannschaften unsichtbar; wer bleibt, wird gefunden. Dazu kommen die unspektakulären Wahrheiten, die im Ernstfall den Unterschied machen: dass mehrere dünne Kleidungsschichten wärmen und Schwitzen in der Kälte gefährlich ist, dass Alkohol das Auskühlen beschleunigt, statt zu wärmen, dass man knappes Wasser trinken soll, statt es zu rationieren, und dass ein Handy im Flugmodus tagelang durchhält. Die vielleicht wichtigste Überlebensmaßnahme kostet zehn Sekunden und passiert vor dem Aufbruch: jemandem sagen, wohin man geht.
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