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Survival: Wald & Berge lernen
15 Fragen · Natur
Der Ernstfall in Wald und Bergen sieht selten aus wie im Abenteuerfilm. Die Bergrettungs-Statistiken erzählen von Wanderern in Turnschuhen, von unterschätzten Distanzen und überschätzten Kräften und davon, dass die meisten Unfälle nicht beim mühsamen Aufstieg passieren, sondern beim Abstieg, wenn Beine müde und Gedanken schon im Tal sind. Die häufigste Unfallursache ist entwaffnend banal: stolpern und ausrutschen. Genauso banal ist die beste Vorbeugung: auf den Wegen bleiben, denn die vermeintliche Abkürzung querfeldein endet in den Alpen regelmäßig im Absturzgelände. Wen ein Gewitter am Berg erwischt, der lässt Grate, Gipfelkreuze und einzelne Bäume hinter sich und macht sich klein: in die Hocke, Füße eng zusammen. Der alte Spruch von den Buchen, die man suchen soll, ist Unsinn, dem Blitz ist die Baumart herzlich egal. Wen die Dunkelheit überrascht, der stolpert nicht weiter, sondern richtet ein Notbiwak; wer einen Fluss queren muss, sucht die breite, ruhige Stelle statt der schmalen reißenden und öffnet vorher den Beckengurt, um den Rucksack notfalls loszuwerden. Fürs Gehörtwerden gibt es in den Alpen eine eigene Sprache: Das alpine Notsignal sind sechs Zeichen pro Minute, dann eine Minute Pause; die Antwort der Retter kommt dreimal pro Minute. In Deutschlands Wäldern wiederum stehen an vielen Kreuzungen grüne Rettungspunkt-Schilder, deren Code man dem Notruf durchgibt. Und die gefährlichsten Tiere hierzulande? Keine Wölfe und keine Wildschweine: es sind die Zecken. Fürs Handy gilt im Winter ein simpler Trick: Der Akku mag keine Kälte, am Körper getragen hält er durch.
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