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Tiergruppen: Jägersprache lernen

15 Fragen · Natur

Jetzt wird es eigen. Die Jägersprache hat über Jahrhunderte eigene Sammelbezeichnungen entwickelt, und wer sie falsch verwendet, fällt in Jagdkreisen sofort auf. Diese Stufe fragt in beide Richtungen: vom Tier zum Begriff und vom Begriff zurück zum Tier. Die Kernregel: Rehe bilden einen Sprung, Rotwild dagegen ein Rudel; die beiden Wörter sind nicht austauschbar, auch wenn beide Hirschartige sind. Wildschweine ziehen in der Rotte, angeführt von der ältesten Bache. Und dann wird es poetisch: Füchse bilden ein Geheck, was ursprünglich schlicht das Hecken, also das Werfen der Jungen, meint. Fasane stieben als Bukett auf: dasselbe Wort wie beim Blumenstrauß. Rebhühner leben als Kette zusammen, eine Familie aus Elternpaar und Jungen des Jahres. Enten und Gänse bilden einen Schoof, ein niederdeutsches Wort, das mit „Schub“ verwandt ist. Wer weiterzieht, ordnet sich neu: Wildgänse fliegen im Keil und sparen dabei bis zu einem Fünftel ihrer Kraft, weil jeder Vogel im Aufwind des Vordermanns liegt. Nur beim Wolf bleibt es unspektakulär beim Rudel. Ein Hinweis für Genauigkeitsfreunde: Die Jägersprache ist regional und historisch gewachsen. Einzelne Begriffe werden je nach Gegend und jagdlicher Schule unterschiedlich verwendet: hier steht jeweils die verbreitetste Form.

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In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.

Alle Fragen mit Lösung

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Rehe?

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Sprung

Vor allem im Winter finden sich Rehe zu Sprüngen von fünf bis fünfzehn Tieren zusammen.

💡 Wusstest du? Beim Rotwild sagt der Jäger dagegen Rudel: die Begriffe sind nicht austauschbar.

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Füchse?

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Geheck

Gemeint ist meist die Fähe mit ihren Welpen; der Ausdruck gehört zur alten Jägersprache.

💡 Wusstest du? „Hecke“ steckt im Wort: es meint ursprünglich das Hecken, also das Werfen der Jungen.

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Fasane?

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Bukett

Der Ausdruck stammt aus der höfischen Jagd und meint eine Gruppe aufstiebender Fasane.

💡 Wusstest du? Das Wort ist dasselbe wie beim Blumenstrauß: die auffliegenden Vögel bilden ein „Sträußchen“.

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Rebhühner?

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Kette

Eine Kette ist eine Familie: das Elternpaar mit den Jungen des Jahres, oft acht bis zwölf Tiere.

💡 Wusstest du? Rebhühner drücken sich bei Gefahr und fliegen erst im letzten Moment gemeinsam auf.

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Enten oder Gänse?

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Schoof

Der Ausdruck ist niederdeutscher Herkunft und im Binnenland kaum noch gebräuchlich.

💡 Wusstest du? Er ist verwandt mit „Schub“: gemeint ist eine zusammengeschobene, dichte Gruppe.

Wie nennt der Jäger eine Gruppe Rothirsche?

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Rudel

Kahlwildrudel aus Tieren und Kälbern und Hirschrudel aus Männchen sind das Jahr über getrennt.

💡 Wusstest du? Erst zur Brunft im Herbst treffen beide Rudel aufeinander.

Welche Tiere bilden ein „Bukett“?

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Fasane

Der Begriff gehört zum Federwild und wird ausschließlich für diese Vögel verwendet.

💡 Wusstest du? Fasane stammen ursprünglich aus Asien und wurden in Europa als Jagdwild angesiedelt.

Welche Tiere bilden ein „Geheck“?

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Füchse

Meist ist damit der Wurf einer Fähe gemeint, also die Jungfüchse eines Jahres.

💡 Wusstest du? Ein Fuchsbau hat mehrere Ausgänge: die Jungen spielen im Sommer davor.

Welche Tiere bilden eine „Kette“?

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Rebhühner

Der Bestand ist in Mitteleuropa stark zurückgegangen, weil Feldraine und Brachen fehlen.

💡 Wusstest du? Auch bei Wachteln wird der Ausdruck gelegentlich verwendet.

Welche Tiere bilden einen „Sprung“?

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Rehe

Der Ausdruck hat nichts mit Springen zu tun, sondern bezeichnet schlicht die Gruppe.

💡 Wusstest du? Rehe sind keine kleinen Hirsche, sondern eine eigene Art und mit dem Elch näher verwandt.

Welche Tiere bilden eine „Rotte“?

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Wildschweine

Der Ausdruck wird auch für Mufflons verwendet, ist aber vor allem beim Schwarzwild üblich.

💡 Wusstest du? Wildschweine sind Allesfresser und finden Nahrung noch unter zwanzig Zentimetern Erde.

Welche Tiere bilden einen „Schoof“?

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Enten

Der Begriff beschreibt die dicht gedrängte Gruppe auf dem Wasser oder im Flug.

💡 Wusstest du? Fliegende Wildgänse ordnen sich zusätzlich im Keil: das spart bis zu einem Fünftel Kraft.

Wie heißt die Flugformation ziehender Wildgänse?

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Keil

Jeder Vogel nutzt den Aufwind des Vordermanns; die Spitze wird regelmäßig gewechselt.

💡 Wusstest du? Die Formation heißt auch Schwarmkeil: V-förmig, mit ungleich langen Schenkeln.

Wie nennt der Jäger die Gruppe eines Wolfs samt Familie?

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Rudel

Auch in der Jägersprache bleibt es beim Rudel: anders als bei Rehen und Wildschweinen.

💡 Wusstest du? Ein Rudel beansprucht in Mitteleuropa ein Revier von etwa 200 bis 300 Quadratkilometern.

Wie nennt man eine Gruppe Erdmännchen?

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Kolonie

Eine Kolonie umfasst bis zu 30 Tiere; immer hält eines Wache und warnt mit scharfen Rufen.

💡 Wusstest du? Erdmännchen haben verschiedene Warnrufe für Greifvögel und für Feinde am Boden.

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