🇹🇷
Türkisch für den Urlaub lernen
20 Fragen · Sprache
Türkisch klingt für deutsche Ohren erst einmal fremd, ist aber überraschend berechenbar: Es wird gesprochen, wie es geschrieben steht, jeder Buchstabe hat genau einen Laut, und Ausnahmen gibt es kaum. Zwanzig Sätze reichen, um zu grüßen, zu bestellen, zu bezahlen und höflich zu bleiben: genau die stehen in diesem Paket.
Ein paar Zeichen lohnen einen zweiten Blick. Das ş klingt wie „sch“, das ç wie „tsch“, das c wie ein weiches „dsch“. Das ı ohne Punkt ist ein dumpfer Laut zwischen i und e, während İ auch als Großbuchstabe seinen Punkt behält. Und das ğ spricht man gar nicht: Es dehnt nur den Vokal davor.
Die Grammatik funktioniert anders als im Deutschen. Türkisch hängt Endungen an, statt Wörter davorzusetzen: „mit Karte“ wird zu kartla, die Verneinung rutscht mitten ins Wort. Dabei richtet sich jede Endung nach den Vokalen des Wortstamms, weshalb dieselbe Silbe mal -la und mal -le lautet. Diese Vokalharmonie ist der Grund, warum Türkisch so gleichmäßig klingt.
Gut zu wissen: Beim Abschied haben die Rollen feste Wörter: wer geht, sagt „Hoşça kal“, wer bleibt, antwortet „Güle güle“, wörtlich „lachend, lachend“. Und ein Nein wird oft nur mit einem kurzen Heben des Kopfes und einem Schnalzlaut gezeigt, was Gäste leicht für ein Nicken halten.
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