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Weltliteratur lernen
8 Fragen · Literatur
Was macht ein Buch zur Weltliteratur? Vielleicht, dass man es in Bogotá, Moskau und Oxford gleichermaßen kennt und dass seine Geschichte Grenzen, Sprachen und Generationen überspringt. Die Reise beginnt im England des frühen 19. Jahrhunderts: Jane Austen schilderte in „Stolz und Vorurteil“ mit feinem Witz die Heiratspolitik ihrer Zeit, veröffentlichte ihre Romane aber anonym. Wenige Jahrzehnte später verfolgte Fjodor Dostojewski in „Schuld und Sühne“ die Gewissensqualen eines Mörders; ein Autor, der selbst einmal zum Tode verurteilt und erst im letzten Moment begnadigt worden war.
Am Mississippi seiner Kindheit ließ Mark Twain, dessen Künstlername ein Ruf der Flussschiffer für „zwei Faden Wassertiefe“ ist, „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ spielen. Ernest Hemingway erzählte in knappen, klaren Sätzen vom Fischer, der in „Der alte Mann und das Meer“ mit einem riesigen Marlin ringt; 1954 erhielt er den Literaturnobelpreis. Der Kolumbianer Gabriel García Márquez machte mit „Hundert Jahre Einsamkeit“ den magischen Realismus berühmt und wurde 1982 ebenso ausgezeichnet.
Auch Fantasie hat ihre Klassiker. Der Pilot Antoine de Saint-Exupéry schrieb mit „Der kleine Prinz“ eine Fabel für Kinder und Erwachsene und verschwand 1944 spurlos über dem Mittelmeer. Der Sprachwissenschaftler J. R. R. Tolkien erfand zuerst die Elbensprachen und dann Mittelerde: „Der Herr der Ringe“ begründete die moderne Fantasy. Und J. K. Rowling kam die Idee zu „Harry Potter“ angeblich in einem verspäteten Zug; die sieben Bände wurden in über 80 Sprachen übersetzt.
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