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Isaac Newton lernen
11 Fragen · Wissenschaft
Als Isaac Newton 1643 im englischen Woolsthorpe zur Welt kommt, ist er so winzig und schwach, dass niemand mit seinem Überleben rechnet und seinen Vater, der schon Monate zuvor gestorben war, lernt er nie kennen. Aus dem einsamen, grüblerischen Jungen wird in Cambridge ein Student, der die Mathematik geradezu verschlingt.
Dann bricht 1665 die Pest aus und schließt die Universität. Newton zieht sich auf den elterlichen Hof zurück und in diesen „Wunderjahren" der Abgeschiedenheit legt er im Alleingang die Grundlagen gleich dreier Gebiete: der Infinitesimalrechnung, der Optik und der Gravitationstheorie. Der berühmte fallende Apfel, der ihn zur Schwerkraft inspiriert haben soll, gehört in genau diese Zeit.
1687 erscheint sein Hauptwerk, die „Principia Mathematica". Darin formuliert er die drei Bewegungsgesetze und das Gesetz der universellen Gravitation: Dieselbe Kraft, die einen Apfel fallen lässt, hält den Mond auf seiner Bahn. Mit einem Prisma zerlegt er weißes Licht in die Farben des Regenbogens und baut das erste brauchbare Spiegelteleskop.
Newton war so genial wie streitbar. Mit Gottfried Wilhelm Leibniz lieferte er sich einen jahrelangen, erbitterten Streit darüber, wer die Differential- und Integralrechnung zuerst erdacht hatte. Später wurde er Präsident der Royal Society und sogar Münzmeister, der Falschmünzer unerbittlich verfolgte und manche an den Galgen brachte. Als er 1727 stirbt, wird er als erster Naturwissenschaftler überhaupt in der Westminster Abbey beigesetzt: ein Staatsbegräbnis für den Mann, der dem Universum seine Gesetze abgerungen hatte.
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