
Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
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Baum
Einbeiniger Stand, der andere Fuß liegt am Standbein: die wohl bekannteste Gleichgewichtshaltung.
9 Fragen · Gesundheit & Medizin
Lange bevor Yoga die westlichen Großstädte eroberte, erschien in Indien eines der ersten mit Fotovorlagen illustrierten Yoga-Bücher überhaupt: das „Yogasopana Purvacatuska“ des Yogi Ghamande, gedruckt 1905 in Bombay. Seine Tafeln zeigen einen Yogi in klassischen Asanas, als Halbtondrucke, die für ihre Zeit eine kleine Sensation waren, denn erstmals sah man die Haltungen nicht als schematische Zeichnung, sondern nach lebendem Vorbild. Dieses Paket versammelt neun dieser historischen Tafeln, den Baum und den halben Baum, die Kobra, den Bogen, die Heuschrecke, den Pfau, den Hahn, das entspannte Krokodil und den Kopfstand. Es sind genau die Klassiker, die bis heute in fast jeder Yogastunde auftauchen: nur eben in der Bildsprache von 1905, mit Turban statt Funktionskleidung. Wer die moderne Fotoserie der bekannten Haltungen schon durchgespielt hat, trifft hier viele alte Bekannte wieder und sieht nebenbei, wie wenig sich die Formen in mehr als 120 Jahren verändert haben. Auch hier gilt: Der deutsche Name ist die gesuchte Antwort, der Sanskrit-Name aus dem Buch zählt als Alias genauso.
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Welche Yoga-Haltung ist das?

Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
Baum
Einbeiniger Stand, der andere Fuß liegt am Standbein: die wohl bekannteste Gleichgewichtshaltung.

Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
Halber Baum
Trotz des Namens keine Standhaltung: Yogi Ghamande zeigt in seinem „Yogasopana Purvacatuska“ von 1905 eine Umkehrhaltung. Der Körper ruht auf dem Kopf, die Beine ragen senkrecht nach oben: ein Baum, der auf der Krone steht.
💡 Wusstest du? Der Name führt heute in die Irre: Was moderne Yogabücher „halber Baum“ nennen, ist ein Stand auf einem Bein. Die Tafel von 1905 meint etwas anderes: Wikimedia Commons führt sie bei den Kopfstand-Varianten (Sirsasana).

Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
Kobra
Aus der Bauchlage richtet sich der Oberkörper wie eine Schlange auf.

Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
Bogen
Bauchlage, die Hände fassen die Fußgelenke: der Körper spannt sich wie ein Bogen.

Foto: Yogi Ghamande · Public domain · Wikimedia Commons
Heuschrecke
Bauchlage mit gestreckt angehobenen Beinen: Kraft für den ganzen Rücken.
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