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Staudämme: Quiz
16 Fragen · Technik
Am Abend des 9. Oktober 1963 löste sich am Monte Toc in den italienischen Alpen ein ganzer Berghang und rutschte in den Stausee hinter der Vajont-Staumauer. Eine Welle schwappte über die Mauerkrone und stürzte ins Tal; in wenigen Minuten war der Ort Longarone ausgelöscht, fast 2000 Menschen starben. Die Mauer selbst stand danach fast unbeschädigt da. Kaum ein Unglück zeigt so deutlich, dass eine Talsperre nie nur aus Beton besteht, sondern aus dem ganzen Tal, das sie umgibt.
Die Technik dahinter ist erstaunlich einfach. Eine Gewichtsstaumauer hält dem Wasser allein durch ihre Masse stand, wie die 285 Meter hohe Grande Dixence im Wallis. Eine Bogenstaumauer leitet den Druck wie ein liegendes Gewölbe in die Felsflanken, so wie Contra im Tessin, von der James Bond in „GoldenEye“ springt, oder Jinping-I in China, mit 305 Metern die höchste Betonstaumauer der Welt. Hinter jeder Mauer liegt ein Stausee.
Manche Talsperren sind Weltgeschichte. Der Hoover-Damm am Colorado River staut den Lake Mead, Grand Coulee am Columbia River ist das stärkste Kraftwerk der USA, Itaipú teilen sich Brasilien und Paraguay, und der Hochdamm von Assuan schuf den Nassersee. Der Drei-Schluchten-Damm am Jangtsekiang hat die größte Leistung aller Wasserkraftwerke, der Kariba-Stausee am Sambesi das größte Volumen, und die Atatürk-Talsperre staut den Euphrat.
Auch Krieg wurde an Staumauern geführt. In der Nacht zum 17. Mai 1943 warfen britische Bomber in der Operation Chastise hüpfende Rollbomben auf die Möhnetalsperre im Sauerland. Die Mauer brach, und die Flutwelle riss weit über tausend Menschen in den Tod.
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