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Samurai: Quiz

16 Fragen · Geschichte

Das Wort Samurai kommt von „saburau“, dienen. Ein Samurai war zuerst einmal Gefolgsmann: Er diente einem Daimyō, einem Landesfürsten, und über allen Fürsten stand der Shōgun, der oberste Militärherrscher, der an Stelle des machtlosen Kaisers regierte. Fast siebenhundert Jahre lang, vom späten 12. Jahrhundert bis 1868, prägte dieser Kriegerstand Japan. Sein Kennzeichen war das Schwerterpaar, das Daishō: das lange, gebogene Katana und das kürzere Wakizashi. In der Edo-Zeit durften nur Samurai beide zusammen tragen. Im Feld trugen sie eine Yoroi aus lackierten, verschnürten Plättchen und dazu den Kabuto, einen Helm, der oft mit Hörnern oder Halbmonden geschmückt war. Am Ärmel oder auf Fahnen zeigte das Kamon, das Familienwappen, zu welchem Haus ein Krieger gehörte. Geübt wurde nicht nur das Schwert: Beim Yabusame schossen Reiter im Galopp mit Pfeil und Bogen auf Holztafeln. Wie ein Samurai leben sollte, fasste man später unter dem Begriff Bushidō zusammen, dem „Weg des Kriegers“: Treue, Mut, Selbstbeherrschung. Um 1716 entstand das Hagakure aus Gesprächen mit dem alten Samurai Yamamoto Tsunetomo; sein berühmtester Satz lautet sinngemäß, der Weg des Kriegers sei im Sterben zu finden. Wer seine Ehre verlor, beging Seppuku, und ein Sekundant, der Kaishakunin, verkürzte mit einem Schwertstreich das Leiden. Wer dagegen seinen Herrn verlor, wurde zum Rōnin, zum herrenlosen Krieger. Das Ende kam schnell. Nach der Meiji-Restauration von 1868 baute Japan ein Heer aus Wehrpflichtigen auf, und 1876 verbot ein Edikt das Tragen der Schwerter in der Öffentlichkeit. Lebendig blieben die Samurai im Kino: 1954 drehte Akira Kurosawa „Die sieben Samurai“, einen der einflussreichsten Filme überhaupt.

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In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.

Alle Fragen mit Lösung

Wie heißt der Ehrenkodex der Samurai, wörtlich „Weg des Kriegers“?

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Bushidō

Er verlangte Treue zum Herrn, Mut und Selbstbeherrschung. Als fester Begriff verbreitete er sich vor allem in der Edo-Zeit.

💡 Wusstest du? Weltberühmt machte ihn erst 1900 das englische Buch „Bushido: The Soul of Japan“ von Nitobe Inazō.

Wie heißt das lange, gebogene Schwert der Samurai?

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Katana

Es wurde mit der Schneide nach oben im Gürtel getragen, damit man es in einer einzigen Bewegung ziehen und zuschlagen konnte.

💡 Wusstest du? Seine Krümmung entsteht erst beim Härten, weil die Schneide anders abkühlt als der Rücken.

Wie heißt das Kurzschwert, das ein Samurai neben dem Katana trug?

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Wakizashi

Es blieb auch in Innenräumen am Gürtel, wenn das lange Schwert am Eingang abgelegt werden musste.

💡 Wusstest du? Anders als das Langschwert durften in der Edo-Zeit manchmal auch Bürgerliche ein Wakizashi tragen, etwa auf Reisen.

Wie heißt das Paar aus Lang- und Kurzschwert, das in der Edo-Zeit nur Samurai tragen durften?

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Daishō

Der Name setzt sich aus „dai“ für groß und „shō“ für klein zusammen. Es war das sichtbare Zeichen des Kriegerstandes.

💡 Wusstest du? Oft wurden beide Schwerter mit passend gestalteten Beschlägen als Satz angefertigt.

Wie heißt auf Japanisch die Rüstung der Samurai?

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Yoroi

Sie bestand aus vielen kleinen Plättchen aus Eisen oder Leder, die lackiert und mit Seidenschnüren verbunden wurden.

💡 Wusstest du? Der Lack schützte die Plättchen im feuchten Klima Japans vor Rost und Fäulnis.

Wie heißt der Helm eines Samurai?

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Kabuto

Ein Nackenschutz aus Lamellen hing an seinem Rand. Viele Fürsten ließen ihn mit auffälligen Zierden versehen, damit man sie im Getümmel erkannte.

💡 Wusstest du? Date Masamune trug einen Helm mit einem großen goldenen Halbmond.

Wie hieß der Sekundant, der beim Seppuku mit dem Schwert den letzten Streich führte?

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Kaishakunin

Er stand hinter dem Sterbenden und schlug im vereinbarten Augenblick zu, um ihm einen langen Todeskampf zu ersparen.

💡 Wusstest du? Als besonders kunstvoll galt ein Streich, der den Kopf nicht ganz abtrennte, sondern an einem Hautstreifen hängen ließ.

Wie hießen die Landesfürsten, denen die meisten Samurai als Gefolgsleute dienten?

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Daimyō

In der Edo-Zeit gab es rund 260 solcher Fürstentümer. Jeder Fürst unterhielt sein eigenes Heer aus Samurai.

💡 Wusstest du? Jedes zweite Jahr mussten die Fürsten in Edo am Hof des Shōguns leben, ihre Familien blieben dort als Pfand.

Welcher Titel bezeichnete den obersten Militärherrscher, der an Stelle des Kaisers über Japan regierte?

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Shōgun

Drei Familien stellten nacheinander die großen Shogunate: Minamoto, Ashikaga und Tokugawa.

💡 Wusstest du? Der volle Titel bedeutet etwa „großer General, der die Barbaren unterwirft“.

Wie nannte man einen Samurai, der keinen Herrn mehr hatte?

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Rōnin

Starb der Herr oder wurde sein Lehen eingezogen, verloren seine Gefolgsleute Stand und Einkommen.

💡 Wusstest du? Das Wort bedeutet wörtlich „Wellenmensch“, einer, der wie eine Welle auf dem Meer umhertreibt.

Welches Werk über den Weg des Kriegers entstand um 1716 aus Gesprächen mit Yamamoto Tsunetomo?

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Hagakure

Ein jüngerer Samurai schrieb über Jahre auf, was der alte Gefolgsmann des Hauses Nabeshima erzählte.

💡 Wusstest du? Der Titel bedeutet „Im Schatten der Blätter“.

In welchem Jahr verbot ein Edikt den Samurai, ihre Schwerter in der Öffentlichkeit zu tragen?

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1876

Das Haitōrei-Edikt nahm den ehemaligen Samurai ihr wichtigstes Standeszeichen. Nur Soldaten und Polizisten durften noch Schwerter tragen.

💡 Wusstest du? Im selben Jahr wurden auch die Reisbezüge der Samurai in einmalige Staatsanleihen umgewandelt.

Wie heißt die Kunst der Samurai, vom galoppierenden Pferd mit Pfeil und Bogen zu schießen?

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Yabusame

Der Reiter lässt die Zügel los, lenkt das Pferd mit den Knien und schießt nacheinander auf drei Holztafeln.

💡 Wusstest du? Bis heute wird Yabusame an Schreinen wie dem Tsurugaoka Hachiman-gū in Kamakura vorgeführt.

Wie heißt das Familienwappen eines japanischen Adelshauses?

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Kamon

Es zeigte meist ein schlichtes, rundes Motiv aus Pflanzen, Tieren oder Zeichen und prangte auf Fahnen, Rüstungen und Kleidung.

💡 Wusstest du? Das Wappen der Tokugawa, drei Aoi-Blätter in einem Kreis, kannte jeder im Land.

Wer drehte 1954 den Film „Die sieben Samurai“?

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Akira Kurosawa

Sieben herrenlose Krieger verteidigen ein Bauerndorf gegen Banditen. Der Film dauert über drei Stunden.

💡 Wusstest du? Hollywood machte daraus 1960 den Western „Die glorreichen Sieben“.

Mit welchem Umbruch endete 1868 die Herrschaft der Shōgune?

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Meiji-Restauration

Die Macht ging an den jungen Kaiser Meiji zurück. Japan schaffte die Fürstentümer ab und modernisierte sich nach westlichem Vorbild.

💡 Wusstest du? Ausgerechnet Samurai aus Satsuma und Chōshū führten den Umsturz an, der ihren eigenen Stand abschaffte.

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