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Wikinger: Quiz
16 Fragen · Geschichte
Am 8. Juni 793 tauchten vor der kleinen Insel Lindisfarne an der Küste Northumbrias fremde Schiffe auf. Die Männer, die an Land sprangen, plünderten das berühmte Kloster, erschlugen Mönche und verschleppten andere als Sklaven. Der Gelehrte Alkuin schrieb entsetzt, nie zuvor habe man in Britannien einen solchen Schrecken erlebt. Mit diesem Überfall beginnt nach üblicher Zählung die Wikingerzeit. Möglich machte sie das Langschiff: schmal, flach und so leicht, dass es über das offene Meer segeln und zugleich Flüsse hinauffahren konnte.
Doch die Nordleute waren nicht nur Räuber. Sie handelten mit Pelzen, Bernstein und Silber in Orten wie Haithabu an der Schlei, sie gründeten Dublin und machten aus York ihr Jórvík. In Island trat 930 das Althing zusammen, eine der ältesten Volksversammlungen der Welt. Im Osten fuhren sie als Waräger die Flüsse hinab bis nach Byzanz und dienten dort in der Leibwache des Kaisers. Und noch vor Kolumbus erreichten sie Amerika: In L’Anse aux Meadows auf Neufundland fand man 1960 die Reste ihrer Häuser.
Ihre Welt war voller Götter und Helden. Viele trugen den Hammer Thors als Amulett um den Hals, und wer im Kampf fiel, durfte auf Walhall hoffen. In Gedenksteine ritzten sie Runen. Gefürchtet waren die Berserker, die in wildem Rausch kämpften. Die Sagas erzählen von Ragnar Lodbrok, dem Vater Ivars des Knochenlosen, und ganz real herrschte Harald Blauzahn über Dänemark, nach dem heute eine Funktechnik heißt.
Manche Wikinger wurden sesshaft: Rollo erhielt 911 vom westfränkischen König das Land, das bald Normandie hieß. Das Ende kam 1066, als der Norwegerkönig Harald Hardrada bei Stamford Bridge fiel.
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