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Knoten: Quiz
16 Fragen · Natur
Im Winter 334 auf 333 v. Chr. stand Alexander der Große in der phrygischen Stadt Gordion vor einem Ochsenkarren, dessen Deichsel mit einem kunstvoll verschlungenen Knoten befestigt war. Wer ihn löse, so hieß es, werde Herr über Asien. Alexander suchte vergeblich nach einem Ende, zog dann sein Schwert und schlug den Knoten durch. Seitdem durchschlägt man den gordischen Knoten, wenn man ein verzwicktes Problem mit einem Streich löst.
Seeleute hatten für solche Gewalt nichts übrig. Ihr Leben hing an Knoten, die halten und sich trotzdem wieder lösen lassen. Der Palstek bildet eine feste Schlaufe, die sich nicht zuzieht, der Kreuzknoten band beim Reffen die Segel, der Webeleinstek, auch Mastwurf genannt, legt eine Leine im Nu um einen Pfahl, und der Schotstek verbindet zwei ungleich dicke Leinen. Der Achterknoten verhindert als Stopper, dass ein Tau durch einen Block rutscht, und mit dem Trompetenstek verkürzt man ein Seil, ohne es zu schneiden. Ein Ball aus Tauwerk, die Affenfaust, beschwert das Ende einer Wurfleine.
Auch an Land sind Knoten unentbehrlich: Bergsteiger sichern sich mit dem Prusik, Angler verbinden Schnüre mit dem Fischerknoten, und Ärzte vernähen Wunden mit dem Chirurgenknoten. Selbst die Krawatte hat ihren Klassiker, den Windsor.
Und die Geschwindigkeit? Früher warf man ein Log mit einer Leine über Bord, in die in festen Abständen Knoten geknüpft waren, und zählte, wie viele davon in einer bestimmten Zeit abliefen. So wurde der Knoten zur Einheit: eine Seemeile, also 1852 Meter, pro Stunde.
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