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Billie Holiday: Quiz
10 Fragen · Musik
Billie Holiday kam 1915 in Philadelphia als Eleanora Fagan zur Welt und wuchs in Baltimore auf, in bitterer Armut, mit einer jungen Mutter und einem Vater, der kaum je da war. Sie schrubbte für ein paar Cent die weißen Marmortreppen der Nachbarhäuser, kam zeitweise in ein katholisches Heim und hörte, wann immer sie konnte, Platten von Bessie Smith und Louis Armstrong. Den Vornamen Billie lieh sie sich später vom Filmstar Billie Dove. Ende der 1920er-Jahre zog sie nach New York, sang in Harlemer Kneipen und wurde 1933 vom Produzenten John Hammond entdeckt.
Ihre Stimme war nicht groß und ihr Umfang nicht weit. Aber sie sang wie ein Instrument, dehnte Silben, ließ sich hinter den Takt fallen und machte aus banalen Schlagern kleine Dramen. Ihr engster musikalischer Partner war der Saxofonist Lester Young, der ihr den Namen „Lady Day“ gab. 1937 sang sie bei Count Basie, 1938 ging sie mit dem Orchester von Artie Shaw auf Tournee, als eine der ersten schwarzen Sängerinnen in einer weißen Band, und erlebte dabei trotzdem Demütigung um Demütigung.
1939 stand sie im Café Society in Greenwich Village und sang „Strange Fruit“, ein Lied über die Lynchmorde im Süden. Während des Liedes durften die Kellner nicht servieren, nur ein Scheinwerfer blieb auf ihrem Gesicht. Später kamen Drogen, Haft und der Verlust ihrer Auftrittserlaubnis für die New Yorker Clubs. Doch 1948 war ihr Konzert in der Carnegie Hall ausverkauft. 1956 erschien ihre Autobiografie „Lady Sings the Blues“, die 1972 mit Diana Ross verfilmt wurde. Sie starb 1959 mit nur 44 Jahren in New York.
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