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John Coltrane: Quiz
10 Fragen · Musik
John Coltrane wurde 1926 in Hamlet, North Carolina, geboren und wuchs in High Point auf. Als er zwölf war, starben innerhalb weniger Monate sein Vater, seine Großeltern und eine Tante. Der stille Junge stürzte sich in die Musik, zuerst auf der Klarinette, dann auf dem Altsaxofon. Gegen Kriegsende spielte er als Matrose in einer Marinekapelle auf Hawaii, danach in Philadelphia in Rhythm-and-Blues-Bands und bei Dizzy Gillespie. Der Durchbruch aber ließ lange auf sich warten.
Seine eigentliche Stimme fand er auf dem Tenorsaxofon. Miles Davis holte ihn Mitte der 1950er in sein Quintett, doch Coltrane war heroinsüchtig und flog 1957 hinaus. Er entzog allein, und später schrieb er, in jenem Jahr habe er ein spirituelles Erwachen erlebt. Monatelang stand er danach mit Thelonious Monk im New Yorker Five Spot auf der Bühne und lernte bei ihm, Harmonien neu zu denken. Daraus wuchs 1960 das Titelstück „Giant Steps“, dessen rasende Akkordwechsel bis heute als Mutprobe für junge Jazzmusiker gelten. Auf demselben Album steht die zarte Ballade „Naima“, benannt nach seiner ersten Frau.
Auf dem Sopransaxofon verwandelte er 1961 das Musical-Liedchen „My Favorite Things“ in eine hypnotische Meditation. Mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und dem Schlagzeuger Elvin Jones formte er sein klassisches Quartett, das im Dezember 1964 in einer einzigen Sitzung „A Love Supreme“ aufnahm, eine vierteilige Suite, die Coltrane als Dank an Gott verstand. Später ersetzte seine zweite Frau Alice Coltrane Tyner am Klavier, und die Musik wurde freier und wilder.
Coltrane starb 1967 mit nur vierzig Jahren an Leberkrebs. In San Francisco gibt es bis heute eine Kirche, die ihn als Heiligen verehrt und in ihren Gottesdiensten seine Musik spielt.
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