🕵️
Kim Philby: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Harold Adrian Russell Philby kam am Neujahrstag 1912 im indischen Ambala zur Welt. Sein Vater, der Arabienkenner St John Philby, nannte ihn „Kim“, nach dem Jungen aus Rudyard Kiplings Roman, der in Indien zum Spion für die Briten heranwächst. In Cambridge studierte er am Trinity College, wurde Kommunist und ließ sich 1934 vom sowjetischen Geheimdienst anwerben. Mit Guy Burgess, Donald Maclean, Anthony Blunt und John Cairncross bildete er den Kern dessen, was man später die Cambridge Five nannte.
Um seine Gesinnung zu verbergen, gab er sich als Sympathisant der Rechten und berichtete für The Times aus dem Spanischen Bürgerkrieg von der Seite Francos, der ihm sogar einen Orden verlieh. 1940 kam er zum MI6, und 1944 übernahm er ausgerechnet die Abteilung, die sowjetische Spionage bekämpfen sollte. Ab 1949 war er in Washington Verbindungsmann zu CIA und FBI, und Burgess wohnte bei ihm im Haus.
Als Burgess und Maclean 1951 nach Moskau flohen, fiel der Verdacht auf einen „dritten Mann“, der sie gewarnt hatte. Philby musste den Dienst verlassen, doch 1955 erklärte Außenminister Harold Macmillan im Unterhaus, es gebe keinen Beweis gegen ihn. Er ging als Journalist nach Beirut. Im Januar 1963, als die Beweise erdrückend wurden, verschwand er von dort und tauchte in Moskau wieder auf. 1968 erschienen seine Memoiren „My Silent War“, mit einem Vorwort seines alten Kollegen Graham Greene. Philby starb 1988 in Moskau und wurde mit militärischen Ehren beigesetzt.
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.