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Mata Hari: Quiz
11 Fragen · Geschichte
Margaretha Geertruida Zelle kam 1876 im friesischen Leeuwarden zur Welt, als Tochter eines wohlhabenden Hutmachers, der Jahre später Bankrott ging. Mit achtzehn antwortete sie auf eine Heiratsanzeige und heiratete den rund zwanzig Jahre älteren Kolonialoffizier Rudolf MacLeod. Das Paar zog nach Java in Niederländisch-Indien, doch die Ehe wurde unglücklich, und ein kleiner Sohn starb dort.
Nach der Trennung ging sie nach Paris und erfand sich neu. Im März 1905 tanzte sie im Musée Guimet, dem Museum für asiatische Kunst, als angebliche javanische Tempeltänzerin, mit Schmuck und kaum mehr. Ihren Künstlernamen nahm sie aus dem Malaiischen: „Mata Hari“, das Auge des Tages, also die Sonne. Paris lag ihr zu Füßen, und unter ihren Verehrern waren Offiziere und Diplomaten aus halb Europa.
Im Ersten Weltkrieg reiste sie als Bürgerin der neutralen Niederlande zwischen den Fronten. Ein deutscher Konsul warb sie als Agentin an, später versuchte es auch der französische Geheimdienst mit ihr. Ende 1916 traf sie in Madrid den deutschen Militärattaché; seine Funksprüche nach Berlin, die die Franzosen mitlasen, nannten eine Agentin H-21. Im Februar 1917 wurde sie in Paris verhaftet und wegen Spionage für Deutschland zum Tode verurteilt. Am 15. Oktober 1917 stand sie in Vincennes vor dem Erschießungskommando und soll die Augenbinde abgelehnt haben. Ob sie wirklich eine gefährliche Spionin war, bezweifeln Historiker bis heute. Ihr Mythos lebte weiter: 1931 spielte Greta Garbo sie in Hollywood.
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