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Minamoto no Yoshitsune: Quiz
10 Fragen · Geschichte
Minamoto no Yoshitsune kam 1159 zur Welt, im Jahr, in dem sein Vater Yoshitomo im Heiji-Aufstand alles verlor. Das Kind, damals Ushiwakamaru genannt, wurde verschont und in den Bergtempel Kurama-dera nördlich von Kyōto gegeben, wo es Mönch werden sollte. Die Legende erzählt, dass nachts im Wald die Tengu, langnasige Berggeister, den Jungen im Schwertkampf unterrichteten. Als Jugendlicher floh er aus dem Kloster in den fernen Norden und fand Schutz bei Fujiwara no Hidehira, dem mächtigen Fürsten von Hiraizumi.
In Kyōto soll er auf der Gojō-Brücke einem riesigen Kriegermönch begegnet sein, der Vorbeikommenden die Schwerter abnahm und schon 999 gesammelt hatte. Musashibō Benkei wollte das tausendste, doch der zierliche Jüngling wich jedem Hieb federleicht aus, bis sich der Hüne geschlagen gab. Von da an folgte Benkei ihm überallhin, und die beiden wurden zum berühmtesten Paar aus Herr und Gefolgsmann, das Japan kennt.
Als sein Halbbruder Yoritomo 1180 gegen die Taira aufstand, eilte Yoshitsune zu ihm und wurde zum glänzendsten Feldherrn des Genpei-Krieges. Bei Ichi-no-tani ritt er 1184 der Legende nach mit seinen Reitern einen Steilhang hinab, den man für unpassierbar hielt, und fiel den Taira in den Rücken. 1185 vernichtete er in der Seeschlacht von Dan-no-ura ihre Flotte; der kindliche Kaiser Antoku versank mit seiner Großmutter in den Wellen.
Der Ruhm wurde ihm zum Verhängnis. Yoritomo misstraute dem Liebling des Kaiserhofs und ließ ihn jagen. Yoshitsune floh mit Benkei und wenigen Getreuen, seine Geliebte, die Tänzerin Shizuka Gozen, wurde gefangen genommen. In Hiraizumi verriet ihn nach Hidehiras Tod dessen Sohn, und 1189 nahm sich Yoshitsune mit gerade dreißig Jahren das Leben. Die Nachwelt mochte sich mit diesem Ende nicht abfinden: Spätere Legenden ließen ihn aufs Festland entkommen und als Dschingis Khan wiederauftauchen.
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