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Miyamoto Musashi: Quiz
11 Fragen · Geschichte
Miyamoto Musashi kam um 1584 im Westen Japans zur Welt, in einer Zeit, in der das Land nach hundert Jahren Bürgerkrieg gerade erst zur Ruhe kam. Schon als Junge war er groß, kräftig und schwer zu bändigen. Mit 13 Jahren forderte er seinen ersten Gegner heraus, einen erfahrenen Fechter namens Arima Kihei, und tötete ihn. Danach zog er jahrelang als wandernder Schwertkämpfer durch das Land und suchte Duelle, wo immer sich ein Meister fand. In seinem Hauptwerk schrieb er später, er habe über 60 Zweikämpfe bestritten und keinen einzigen verloren.
Das berühmteste Duell fand 1612 auf einer kleinen Insel in der Meerenge von Shimonoseki statt. Sein Gegner war Sasaki Kojirō, ein gefeierter Fechter mit einem ungewöhnlich langen Schwert. Musashi kam absichtlich zu spät, und auf der Überfahrt soll er sich aus einem Ruder ein Bokken geschnitzt haben, ein Holzschwert, länger als die Klinge seines Gegners. Mit einem einzigen Schlag entschied er den Kampf. Die Insel heißt seitdem Ganryūjima, nach der Schule des Besiegten.
Musashi kämpfte gern mit zwei Schwertern zugleich, dem langen und dem kurzen, und machte daraus eine eigene Lehre, die Niten Ichi-ryū. Er war aber mehr als ein Fechter: Er malte mit Tusche, schuf Kalligrafien und schnitzte. Seine letzten Jahre verbrachte er als Gast des Hosokawa-Klans in Kumamoto. In einer Höhle in den Bergen schrieb er dort „Das Buch der fünf Ringe“, eine knappe Lehre über Strategie, die bis heute gelesen wird, von Kampfsportlern ebenso wie von Managern.
Er starb 1645. Berühmt wurde er im modernen Japan vor allem durch einen Fortsetzungsroman von Eiji Yoshikawa, der ab 1935 in einer Tageszeitung erschien. Die Verfilmung von Hiroshi Inagaki mit Toshirō Mifune in der Hauptrolle trug seinen Namen in den 1950er Jahren in die ganze Welt.
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